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Partner- & Patenstädte

Rathaus 1

Eine Städtepartnerschaft ist eine Partnerschaft zwischen zwei Städten oder Gemeinden mit dem Ziel, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen.

Partnerstädte

Compiègne (Frankreich)

Die Städtepartnerschaft zwischen Compiègne und Landshut wurde 1962 gegründet.

Compiègne weist viele Ähnlichkeiten mit Landshut auf. Die Stadt liegt am schiffbaren Fluss Oise, ca. 80 km nordöstlich von Paris. Der Hauptflughafen Charles de Gaulle liegt auf halber Strecke. Also: 1 Stunde nach Paris, 35 Minuten zum Flughafen, jede Stunde fährt ein Zug nach Paris.

Compiègne ist mit knapp 50.000 Einwohnern zwar etwas kleiner als Landshut, blickt aber auf eine große Geschichte zurück und hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dazu gehören das voll eingerichtete Schloss mit Möbeln aus der Zeit Napoleons, das Kaisern und Königen als Sommerschloss und Jagdschloss diente, das Theater Impèrial, ein 1991 wieder eröffnetes Theater mit vielen Aufführungen und Opern, das spätgotische Rathaus aus dem Mittelalter, mehrere wichtige Museen mit berühmten Sammlungen und nicht zuletzt die Hauptkirche St. Jacques, die Weltkulturerbe und Station des Jakobsweges ist.

Die Stadt Compiègne liegt inmitten eines der größten Waldgebiete Frankreichs mit kleinen, wunderschönen Orten und kulturellen Schätzen und durchzogen von teilweise beleuchteten Rad- und Wanderwegen. In diesem Wald steht auch der berühmte Eisenbahnwagon, in dem am 11. November 1918 der Waffenstillstand von Compiègne geschlossen wurde, der den 1. Weltkrieg beendete. Sportliche Höhepunkte sind die Tour Paris-Roubaix, die jedes Jahr in Compiègne beginnt sowie internationale Reitturniere.

Compiègne ist auch eine moderne Stadt: Es gibt einen Technologie-Park für die Forschung und an der technischen Universität, der ersten TU Frankreichs, studieren rund 4.000 Studenten. Zwei Kulturzentren, mehrere Gymnasien, neu gebaute sozial gemischte Wohnviertel, politische und finanzielle enge Zusammenarbeit mit mehr als 18 Nachbargemeinden sowie eine leistungsfähige Industrie mit neuen Gewerbegebieten bilden die Basis für eine leistungsfähige Stadt, die ihren Einwohnern ausgezeichnete Lebensbedingungen bietet und damit immer für Besucher eine Reise wert ist - das zeigt auch der ständige Austausch mit Landshut im schulischen, sportlichen und kulturellen Bereich.

 

"Wappen Compiegne"
Das Wappen von Compiègne

 

Weitere Informationen:

Die Homepage von Compiègne im Internet

Partnerschaftsverein Landshut-Compiègne e.V.

Frau Michaela Schörcher

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Förderverein, Freundeskreis;
Sonstiges;
Tradition, Brauchtum

Elgin (Schottland)

Zwischen der niederbayrischen Stadt Landshut und dem schottischen Elgin besteht eine seit 1956 andauernde Städtepartnerschaft. Sie ist damit eine der ältesten in Deutschland. Den Grundstein legte der populäre Landshuter Oberbürgermeister Lang, als er 1956 bei einem Besuch in Elgin nicht nur kommunalpolitische Gespräche führte, sondern auch Gedanken einer Städtepartnerschaft und zu gegenseitigem Schüleraustausch äußerte. Wieder zurück in Landshut wurde er vom Stadtrat beauftragt, die Gründung einer Städtepartnerschaft in die Wege zu leiten. Diese erfolgte am 24. August 1956, was an der großen Partnerschaftsplakette im Bürgersteig vor dem Landshuter Rathaus abzulesen ist.

Elgin liegt im Norden Schottlands, nur etwa 6 Meilen vom Meer entfernt und hat etwa 25000 Einwohner. In und um Elgin befinden sich zahlreiche Whisky-Destillerien und auch ein weltweit bekannter unabhängiger Abfüller. Bekannt ist auch eine Weberei mit Spinnerei, die Kaschmirwolle zu exklusiven Produkten verarbeitet. Der Distrikt Moray, dessen politischer Mittelpunkt Elgin ist, zeichnet sich durch ein angenehmes Klima und eine reizvolle Umgebung aus. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr Elgin 1040, durch eine Schlacht nahe Elgin, bei der Macbeth König Duncan I erschlug. Shakespeare vereinfachte den Königsmord bühnengerecht, indem er Duncan von Macbeth im Bett umbringen ließ. 1224 verfügte Papst Honorius III. dass für Moray eine Kathedrale zu errichten sei, im Osten von Elgin, was dadurch zur Domstadt wurde. In der wechselvollen Geschichte Schottlands wurde sie zweimal zerstört und präsentiert sich heute als eindrucksvolle und schönste Kathedralruine Schottlands.

Die Partnerschaft mit Elgin bietet allen Landshuter Bürgerinnen und Bürgern eine Basis für internationalen Kontakt, das persönliche Kennenlernen und Erfahren schottischer Lebensart und Kultur. Dabei fällt auf, dass Bayern und Schotten sehr viel verbindet, etwa der Stolz auf die eigenen Traditionen. Die Erfahrung zeigt, dass dies für jeden ein besonderes, tiefgreifendes und interessantes Erlebnis sein kann.
Zur Unterstützung der Städtepartnerschaft, die u.a. durch gegenseitige Besuche von Vereinen, Musikgruppen, Pfadfindern, Metzgern bis hin zu den Amateurfunkern gelebt wurde, wurde in Elgin 1986 die Elgin-Landshut Twin-Town Association (ELTA) gegründet. Dies regte im Jahr darauf - 1987 - einige Bürger aus Landshut an, ebenfalls einen Unterstützungsverein als Ansprechpartner zu gründen, den Städtepartnerschaftsverein Landshut-Elgin e.V. (LEV).

Ein System jährlich wechselnder Besuche wurde eingeführt. Von Anfang an wurden die Reiseteilnehmer in Familien untergebracht, was teilweise zu viele Jahre anhaltenden Freundschaften führte. Der jeweilige Verein organisiert einen regelmäßigen Austausch: In allen "geraden" Jahren, fährt ein Reisebus mit Landshutern für ca. 12 Tage nach Schottland, um die dortigen Freunde zu besuchen oder um neue Freundschaften zu knüpfen. Im Jahr darauf besuchen uns "die Schotten" aus Elgin, welche inzwischen per Flugzeug anreisen.
Bayrische Reiseteilnehmer kommen dabei in schottischen Gastfamilien unter und können so die schottische Lebensart hautnah erleben. Besonders auch für die Jugend ist es interessant, das in der Schule erlernte Englisch anwenden und auch verbessern zu können.
Von den Vereinsvorständen wird jeweils ein wechselndes Besuchsprogramm geboten, mit dem die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Heimat gezeigt werden sollen. Beim Begrüßungs- und Abschiedsfest kommt die Geselligkeit, auch mit Musik und Tanz nicht zu kurz.
Aus dem Städtepartnerschaftsverein Landshut-Elgin e.V. sind aus Begeisterung für den schottischen "way of life" vor Jahren die schottische Musikgruppe 'Craigh na Dun' hervorgegangen, die ihre Fans jedes Jahr bei ihren Konzerten im südlichen Niederbayern begeistert und die schottische Tanzgruppe 'The Golden Reelers", die monatlich 2 Übungsabende abhält, um schottische Tänze zu erlernen und zu üben. Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenlos, Neulinge sind gern gesehen. Diese Tänze werden bei den gegenseitigen Besuchen in die Praxis umgesetzt.

Der Verein Landshut-Elgin e.V. lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Helfen Sie durch Ihre Mitgliedschaft, Ihre Spende und Ihre Teilnahme an unseren vielfältigen Begegnungen, Fahrten und anderen Aktivitäten, die Vitalität der Freundschaft zu unserer schottischen Partnerstadt unter Beweis zu stellen, um sie weiter auszubauen und zu verstärken!

Unser monatlicher Stammtisch, Jahreshaupt- und Jahresabschlussversammlungen und schottische Abende bereichern unser Vereinsleben und fördern die Freundschaft auch zwischen den Vereinsmitgliedern.

 

"Elgin"
Das Wappen von Elgin

 

Städtepartnerschaftsverein Landshut-Elgin e.V.

Elemer Dobray

Amselstraße 14

84030 Ergolding

www

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Schüleraustausch Hans-Leinberger-Gymnasium, Elgin-Academy, Elgin High School, Schottland, Elgin, Whisky, Dudelsack, Pipe, Craigh na Dun, The Golden Reelers
- Förderung der Städtepartnerschaft Landshuts mit Elgin in Schottland
- Förderung des Schüleraustauschs zwischen dem HLG, der Elgin Academy und der Elgin High  School
- Völkerverständigung durch gegenseitige Besuche
- Vermittlung von Kunst und Kultur
- monatlicher Stammtisch

Förderverein, Freundeskreis; Sonstiges; Tradition, Brauchtum

Schio (Italien)

Im Gymnasium Seligenthal liegen die Wurzeln der Partnerschaft zwischen Landshut und der italienischen Schio.

Das Gymnasium der Zisterzienserinnen ging auf die Suche nach einer italienischen Partnerschule und wurde mit dem "Liceo Scientifico" in Schio fündig. Da alles so harmonisch funktionierte, wurde 1981 die Schüler- auf eine Städtepartnerschaft ausgeweitet und 1991 zwischen den Schulen Hans-Carossa-Gymnasium und Liceo Giacomo Zanella eine weitere Schülerpartnerschaft ins Leben gerufen.

Schio (rund 40000 Einwohner) liegt östlich vom Gardasee am Rande der Poebene in der Provinz Vicenza, nahe der Städte Verona, Padua und Venedig, in der Region Veneto. Diese norditalienische Stadt ist vor allem eine Industriestadt. Das bekannteste Aushängeschild ist die Wollindustrie. Die wichtigsten Wahrzeichen der Stadt sind das Arbeiterstandbild im Zentrum, der Dom mit seinen gewaltigen Säulen und der Turm des Burghügels. Eine Gemeinsamkeit, die Landshut und Schio seit 1999 verbindet: Beide Städte haben einen Tunnel. Die Röhre in Schio ist etwa dreimal so lang wie der Hofbergtunnel und bringt die Scledenser nun schneller zur Arbeit nach Valdagno.

Neben den offiziellen Kontakten haben die Bürger beider Städte häufig Gelegenheit, sich auf künstlerischer, sportlicher und kultureller Ebene gegenseitig auszutauschen. Eine schöne Geste zur Weihnachtszeit: Jedes Jahr werden die Scledenser in diesen Wochen besonders an ihre Partnerstadt erinnert.

Immer wieder wird von vielen LandshuterInnen bestätigt, dass das gegenseitige Interesse sich näher kennenzulernen auch nach 40 Jahren keineswegs zu wünschen übrig lässt.
Der Partnerschaftsverein Landshut-Schio macht mit rund 200 Mitgliedern eine "bella figura". Neuzugänge sind immer willkommen. Ob nun bei Fahrten, Feiern oder auch bei besonderen Solidaritätsaktionen hilft der Verein gerne mit: In einer vorbildhaften Aktion sammelten die Bürger der Stadt Spenden in Höhe von 30 000 000 Lire, um nach den Erdbeben im Herbst 1997 den Wiederaufbau der Basilika in Assisi zu unterstützen.

 

"Schio"
Das Wappen von Schio

 

Partnerschaftsverein Landshut-Schio e.V.

1. Vorsitzender Elmar Weber

Pinienstraße 24

84032 Altdorf

Tel.: 0871 - 34790

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Förderverein, Freundeskreis;
Sonstiges;
Tradition, Brauchtum

Ried im Innkreis (Österreich)

Nur 106 Kilometer Luftlinie sind Landshut und die oberösterreichische Stadt Ried im Innkreis voneinander entfernt. Als 1974 die Partnerschaft geschlossen wurde, war dies der Beginn einer Freundschaft der kurzen Wege und ohne Sprachbarrieren.

Ried mit seinen ca. 12.000 Einwohnern wird auch "Schwanthalerstadt" genannt nach der berühmten Bildhauerfamilie Schwanthaler, deren Arbeiten unter anderem auch im Innviertler Volkskundehaus zu sehen sind. Über Landesgrenzen hinaus bekannt ist Ried durch seine internationalen Messen ("Rieder Messe"). Ein Messeschwerpunkt ist dabei der Bereich Landwirtschaft. Aber auch die internationale Musikmesse "Musica Austria" findet hohen Anklang. Ried gilt als "Herz", Zentrum-, Bezirks-, Handels- und Einkaufsstadt des malerischen Innviertels.

Der Motor der Freundschaft war am Anfang vor allem die Jugend: Der Landshuter Stadtjugendring organisierte Zeltlager und Fahrten in den Innkreis. Es gründeten sich Arbeitskreise (1983), später in Landshut auch ein Partnerschaftverein (1990), in dem auch viele Freunde aus Ried Mitglied sind. Gemeinsame Sitzungen und eine jährliche Begegnungsfahrt sind Schwerpunkte im Vereinsleben. Auch auf Schulebene sowie zwischen Musikkapellen gibt es Freund- und Partnerschaften. Außerdem bereichern Ausstellungen der Landshuter und Rieder Künstler die Partnerschaft.

Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Partnerschaftsjubiläums, das mit einer gemeinsamen Feier in der Stadtresidenz und den Bernlochnersälen in Landshut mit Bürgermeister Albert Ortig aus Ried im Innkreis und Oberbürgermeister Hans Rampf gefeiert wurde.

Als Zeichen einer gelungenen Städtepartnerschaft erinnern die Bürger Bronzetafeln die als Zeichen der Freundschaft unter den beiden Städten ausgetauscht wurden und vor dem Rieder und Landshuter Rathaus in den Boden eingelassen sind. Auch die Benennung der "Rieder Brücke" in Landshut und des "Landshuter Platz" in Ried sind Zeichen tief gehender Verbundenheit.

 

"Ried"
Das Wappen von Ried

 

Weitere Informationen:

Die Homepage der Stadt Ried im Innkreis im Internet

Partnerschaftsverein Landshut-Ried im Innkreis e.V.

Vorsitzender Paul Schröcker

Lannerweg 6

84032 Landshut

LA-Ried_Logo_mit_Text_Kopie2.jpg

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Partnerschaftsverein Landshut-Ried, Innkreis, Österreich, Partnerstadt;

Förderverein, Freundeskreis;
Sonstiges;
Tradition, Brauchtum

Sibiu/Hermannstadt (Rumänien)

Die fünfte und bislang jüngste Städtepartnerschaft hat die Stadt Landshut anlässlich eines Festakts am 13. April 2002 mit Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) geschlossen. Ziel dieser Partnerschaft ist es, die bis zu diesem Zeitpunkt bereits bestehenden Kontakte zu bündeln und möglichst viele Bürger beider Städte in unterschiedlichste Aktivitäten einzubinden.

Sibiu/Hermannstadt liegt ca. 1200 Kilometer von Landshut entfernt im Karpatenbogen Rumäniens und ist mit rund 180.000 Einwohnern die größte Stadt des Verwaltungsbezirks sowie eine der wichtigsten Städte Siebenbürgens/Transsylvaniens. Der Großteil der Einwohner wird von Rumänen gebildet (94%), welche mit ca. 2000 Deutschen zusammenleben, Nachfahren der im 12. Jahrhundert hier angesiedelten Kolonisten von Mosel und Rhein, den Siebenbürger Sachsen. Am multikulturell geprägten städtischen Leben haben neben den ca. 25000 Studenten insbesondere auch in Sibiu/Hermannstadt ansässige Ungarn, Roma und eine kleine jüdische Gemeinde Anteil. Eine ähnliche Vielfalt kennzeichnet seit Jahrhunderten das religiöse Leben der Stadt. Neben Orthodoxen leben in Sibiu/Hermannstadt Angehörige der calvinistischen, evangelischen, griechisch-katholischen und römisch-katholischen Kirche, so dass die soziale Struktur auf einem geschichtlich gewachsenen, interkulturellen Lebenshintergrund basiert und die ethnische Vielfalt ihrer Bewohner sowie die Verschiedenartigkeit der Generationen und Lebensstile der Stadt ihre unverwechselbare Ausstrahlung verleihen.

Bereits historisch sind die beiden Partnerstädte durch ihre annähernd zeitgleiche Stadtgründung verbunden, denn die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Sibiu/Hermannstadt stammt von Papst Coelestin III.. In dieser wurde der von den ungarischen Königen zur Verteidigung gegen die Türken und Tataren zur Hilfe gerufenen deutschen Bevölkerung die Errichtung einer Propstei in "Cibinium", der Stadt am Cibin bestätigt. Später erhielten die "Saxones" weitreichende Rechte und Privilegien, gründeten ausgehend von Sibiu/Hermannstadt zahlreiche Dörfer mit Kirchenburgen, entwickelten bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein richtungweisendes deutsches Schulsystem und schufen somit das "Land der sieben Burgen."  

Das erste Hermannstadt besuchende Staatsoberhaupt war der Wittelsbacher Herzog Otto III. von Bayern (1261-1312), welcher als ungarischer König Bela V. (1305-1307) eingeladen worden war, "in das Land von Hermannstadt als Herr und König des genannten Landes und Königreiches zu kommen"  (Urkunde vom 10. April 1306. Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen. 1. Band 1192-1342. Stadtarchiv Hermannstadt)  und dort empfangen wurde:

Der Woiwode Ladislaus Kân jedoch beraubte Otto III./Bela V. auf seiner Rückreise bei Sebeş seiner Reichsinsignien, nahm ihn gefangen und ließ diesen erst nach einer Lösegeldzahlung frei. Der politisch geschwächte König musste bald auf die ungarische Krone verzichten und starb in Landshut, wo er im Kloster Seligenthal begraben liegt.

Die heutigen Kontakte zwischen den beiden Partnerstädten sind allerdings wesentlich harmonischer und in erster Linie kulturell sowie wirtschaftlich geprägt. Neben der Tatsache, dass mehr als 5000 Deutsche aus Rumänien in und um Landshut eine neue Heimat gefunden haben und die gesamte rumänische Minderheit die größte Migrationsgruppe in Stadt und Landkreis darstellen, basieren diese auf den Hilfskonvois des Hans-Leinberger-Gymnasiums (1990-2000),einer schulischen Zusammensarbeit im Rahmen des EU-Projekts "Kooperation ohne Grenzen" (seit 1996) und zahlreichen Kulturvernstaltungen in den beiden Partnerstädten.

Zudem gibt es mehrere einheimische Institutionen, Unternehmen bzw. Firmen, welche eng mit Partnern aus Sibiu/Hermannstadt zusammenarbeiten, dort teilweise  produzieren und gemeinsam vom erfolgsversprechenden Entwicklungsklima (hoher Ausbildungsstand, geringe Arbeitslosigkeit, zahlreiche ausländische Investoren) sowie von der neuen Infrastruktur (Industriezonen, Flughafen) unserer Partnerstadt profitieren. In den letzten Jahren hat sich zudem der Fremdenverkehrssektor überproportional entwickelt. Sibiu/Hermannstadt zählte 2007 zu den 50 beliebtesten Zielen des Städtetourismus, bietet sich als Ausgangspunkt für Reisen nach Siebenbürgen oder in das Fogarascher Gebirge an und richtet jährlich international bekannte Kultur- und Sportveranstaltungen aus.

Die rasante Entwicklung, welche die Stadt insbesondere unter dem von 2000 bis 2014 amtierenden Oberbürgermeister Klaus Johannis, einem Siebenbürger Sachsen, der 2014 als rumänischer Staatspräsident vereidigt wurde, nahm, spiegelt sich am nachhaltigsten darin wider, dass Sibiu/Hermannstadt im Jahr des Beitritts Rumäniens zur Europäischen Union (2007) gemeinsam mit Luxemburg zur Europäischen Kulturhauptstadt gewählt wurde und mehr als 500.000 Besucher dem "kulturellen Marathon" mit über 2200 Veranstaltungen beiwohnten. Mit seinem authentischen mittelalterlichen Zauber, seinen Traditionen und seinen nahegelegenen Naturschönheiten tritt Sibiu/Hermannstadt auch unter der neuen, ebenfalls deutschstämmigen Oberbürgermeisterin Astrid Fodor heute selbstbewusst als kulturelle und touristische Hauptstadt Rumäniens auf, welche mit drei Michelin Sternen ausgezeichnet wurde und entwickelt sich parallel auch zu einem internationalen Wirtschaftszentrum.


Die Koordination und Ausrichtung der unterschiedlichen städtepartnerschaftlichen Aktivitäten obliegt in erster Linie dem 2001 gegründeten "Freundeskreis Landshut-Sibiu/Hermannstadt".

 

"Sibiu/Hermannstadt"
Das Wappen von Sibiu

 

Freundeskreis Landshut-Sibiu/Hermannstadt

Dorith Wegmann

Am Rosenanger 19

84032 Landshut

www

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Ziele des als gemeinnützig anerkannten Freundeskreises sind es, gemeinsam mit dem Partnerverein in Sibiu/Hermannstadt unterschiedliche städtepartnerschaftliche Aktivitäten zu entwickeln, zu unterstützen und zu begleiten, welche den gegenseitigen Beziehungen dienen und eine lebendige Partnerschaft durch gegenseitige Besuche und Veranstaltungen zwischen allen Bürgerinnen/Bürgern beider Städte ermöglichen.

Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht gegenüber der Patenstadt bezeichnet.

Patenstädte

Kötzting

1953 wurde Kötzting zur Stadt erhoben, die Kötztinger wählten Landshut zu ihrer Patenstadt.

Im Zuge der Gebietsreform im Jahr 1972 verlor Kötzting seinen Kreissitz und wurde in den Landkreis Cham und damit in die Oberpfalz eingegliedert. Seit dieser Zeit setzten die Kötzinger alles daran, die Stadt konsequent zu einem Luft- und Kneippkurort sowie zu einem modernen Handels- und Dienstleistungszentrum zu entwickeln.

Dieser positive Trend schlug sich in eindrucksvoller Weise nieder: Kötzting wurde 1993 zu einem Mittelzentrum aufgestuft und erhielt 1995 die Anerkennung zum Kneippkurort. Darüber hinaus ist die Stadt für kulturelles Leben und ihr gelebtes Brauchtum bekannt: mit dem Pfingstritt mit Pfingstfestwoche, den Waldfestspielen "Klassiker auf Bairisch" oder dem Rosstag.

Daneben ist Kötzting mit seinen rund 7300 Einwohnern auch eine Europäische Partnerstadt geworden: Sie pflegt im Rahmen der "Douzelage", einer Städtepartnerschaft, die auf Initiative von Granville/Frankreich im Jahr 1991 entstand, Kontakte mit 16 Partnerstädten. Eine Attraktion ist seit dem Jahr 2000 die Bayerische Spielbank Kötzting.

Die Homepage der Stadt Kötzting im Internet

 

"Wappen von Kötzting"
Das Wappen von Kötzting

Mainburg

Mitten im Herzen der Hallertau, in dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt, liegt Mainburg.
 
Wer von Mainburg (knapp 14 000 Einwohner) spricht, denkt an das "grüne Gold". Der Hopfen wird nicht nur angebaut, sondern auch in den Hopfenaufbereitungs- und Verarbeitungsbetrieben präpariert, vermahlen, extrahiert, verpackt und schließlich in über 90 Länder der Welt verschickt. Hier werden jährlich rund 250 000 Tonnen Hopfen, fast die Hälfte der Hallertauer Ernte, veredelt.

Die Patenschaft mit Landshut besteht seit 1954. Als Mittelzentrum im Landkreis Kelheim besitzt Mainburg heute ein großes Dienstleistungs- und Freizeitangebot. Anziehungspunkte sind das Hallertauer Heimat- sowie das Hopfenmuseum. 1397 verlieh Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt den Mainburgern das Recht, zum St. Margaretentag und den St. Gallentag Jahrmärkte abzuhalten. Daraus sind im Laufe von Jahrhunderten beliebte Volksfeste enstanden: Zum "Kirschmarkt" im Juli feiern die Mainburger das Hopfenfest und im Oktober, wenn die Ernte eingebracht ist, trifft man sich zum "Gallimarkt".

Die Homepage der Stadt Mainburg im Internet

 

"Das Wappen von Mainburg"
Das Wappen von Mainburg

Rottenburg an der Laaber

Die Stadt Rottenburg im Landkreis Landshut blickt stolz auf eine zweitausendjährige Geschichte.
 
Namen und Wappen erinnern an die einstige feste Burg, die auf der stategisch wichtigen Höhe des Hofbergs stand, jetzt aber gänzlich aus der Landschaft verschwunden ist.

Die größten Veränderungen erfuhr Rottenburg mit heute rund 8000 Einwohnern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Rottenburg wurde Garnisonstadt, 1969 erfolgte die Übergabe der neu errichteten modernen Kasernenanlage. Die Patenschaft mit Landshut entstand anlässlich der Stadterhebung im September 1971.

Seit Mitte der 80er Jahre läuft im Kernbereich die Stadtsanierung, die den Ort optisch und substantiell verbessert. In den Jahrzehnten wurde die Infrastruktur mit Bildungs- und Freizeiteinrichtungen zügig ausgebaut. In rund 65 Sportvereinen können die Rottenburger Sport treiben. 1997 öffnete das erste niederbayerische Radiomuseum seine Pforten, im alten Peer-Haus ist Platz für ein Heimatmuseum.

Die Homepage der Stadt Rottenburg im Internet

 

"Wappen von Rottenburg"
Das Wappen von Rottenburg

Waldkirchen

Mit seinen 10500 Einwohnern ist Waldkirchen die größte Stadt des Landkreises Freyung-Grafenau.

Waldkirchen feierte seine Stadterhebung im Jahr 1972. Die Entwicklung der Stadt, die heute Luftkurort und Wintersportplatz ist, wurde durch die Lage am Handelsweg des "Goldenen Steiges" begünstigt.

Der renovierte Stadtkern mit seiner zum Teil gut erhaltenen Ringmauer und seinem schönen Marktplatz bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadtpfarrkiche St Peter und Paul (1857 bis 1861) am oberen Stadtplatz wird aufgrund ihrer imposanten Erscheinung auch Bayerwald-Dom genannt. Im mittelalterlichen Wehrturm ist das sehenswerte "Museum Goldener Steig" untergebracht. Auf dem Karoliberg liegt das barocke Kirchlein Karl Borromäus.

Beliebt ist auch der Karoli Badepark, die modernste Badeanlage des Bayerischen Waldes; auch im Winter findet der Gast viele Bestätigungsfelder. Waldkirchen wurde 1986 mit dem Staatspreis "Gastliches Bayern" ausgezeichnet und ist Preisträger im Bundeswettbewerb "Familienferien in Deutschland" (1990).

Die Homepage der Stadt Waldkirchen im Internet

 

"Wappen von Waldkirchen"
Das Wappen von Waldkirchen

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