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Auserlesen 2022 - Die Preisträger des Landshuter Jugendbuchpreises sind...

"Plakat zur Preisverleihung des Landshuter Jugendbuchpreises 2022"Der Jugendleseclub der Stadtbücherei Landshut vergab am 6. Oktober 2022 nach zweijähriger Coronapause wieder den Landshuter Jugendbuchpreis - Auserlesen.

Im Rahmen einer Abendveranstaltung im Salzstadel wurden die drei Preisträger geehrt.

Bereits in den Vorjahren erwies sich das Projekt als sehr erfolgreich. Ausgehend von der Vorarbeit des Leseclubs, der aus der gesamten deutschsprachigen Jugendbuchproduktion des Jahres 2021 die 15 besten Bücher des Jahres in der annotierten Auswahl „Auserlesen“ zusammenstellte, bereiteten die Leseclubmitglieder die Modalitäten des Preises vor und gingen mit der Buchauswahl in Schulklassen der Jahrgangsstufen 7 bis 10, um die Jugendlichen zum Lesen und Bewerten der Bücher anzuregen.

Außerdem lagen die Bücher mit Bewertungsbögen in den öffentlichen Büchereien der Stadt und bei Bücher Pustet aus. Die folgenden drei Titel wurden von den Schülern der 15 beteiligten Klassen aus fünf verschiedenen Landshuter Schulen als die besten ausgewählt.

Bei der Bewertung mit Hilfe eines vom Leseclub erarbeiteten Bewertungsbogens, zählen vor allem der Inhalt, die Sprache, aber auch der Aufbau und die Aufmachung eines Buches.

Die drei diesjährigen Preisträger von 2022 sind:

1. Preis: Meredith Russo: Birthday – Eine Liebesgeschichte (Loewe)

2. Preis: Naomi Gibson: Seeing what you see, feeling what you feel (Planet!)

3. Preis: Megan Cooley Peterson : Lügentochter (Magellan)

Der Jugendleseclub der Stadtbücherei Landshut war von 2003 bis 2008 als einer von bundesweit sechs lokalen Leseclubs für den „Preis der Jugendjury“ des Deutschen Jugendliteraturpreises tätig und besucht regelmäßig die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt, um sich über die neuesten Bücher zu informieren.

Auch im kommenden Jahr arbeitet der Leseclub in der Jugendjury mit.

Der Landshuter Jugendbuchpreis, der unter der Schirmherrschaft des Landshuter Oberbürgermeisters Alexander Putz steht, der der Autorin Mirjam Pressler nachfolgte, hat sich mittlerweile gut etabliert und wird bundesweit von Verlagen und Lesefördereinrichtungen wahrgenommen.

Kinderleseclub

Für Leseratten und solche, die es werden wollen!
Zusammen lesen, zusammen diskutieren und zusammen Spaß haben.

Der Kinderleseclub ist für alle Kinder von acht bis zwölf Jahren und trifft sich jeden zweiten Donnerstag von 17 bis 18 Uhr in der
Stadtbücherei Weilerstraße. Wir freuen uns auf die neuen Bücher und besonders auf Euch!

Wir freuen uns auch immer über neue Mitglieder unseres Leseclubs – einfach vor Ort nachfragen oder ein Mail an alice.groffner@landshut.de schicken oder telefonisch melden unter der Nummer 0871 - 71 054.

Jugendleseclub

Man kann nicht nur für sich alleine Zuhause lesen, sondern auch zusammen mit anderen Bücherfans in der Stadtbücherei Weilerstraße.

Jeden zweiten Donnerstag von 17 bis 18 Uhr treffen sich dort Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, um die neusten Jugendbücher zu diskutieren und bewerten. Die besten Neuerscheinungen werden bei "Auserlesen" vorgestellt und bilden die Grundlage für den Landshuter Jugendbuchpreis!

Egal, ob schon lange dabei oder einfach mal ausprobieren, wir freuen uns über jeden, der im Jugendleseclub mitmachen möchte.

Einfach eine kurze Mail an theresa.verhoven@landshut.de oder telefonisch melden unter der Nummer 0871 - 71 054.

Die Termine für die erste Jahreshälfte beider Leseclubs 2023 sind:

  • 19. Januar
  • 2. Februar
  • 16. Februar
  • 2. März
  • 16. März
  • 30. März
  • 27. April
  • 11. Mai
  • 25. Mai
  • 22. Juni

Brandaktuelle Buchtipps unserer Leseclubs findet ihr hier!

Buchtipps 2022

Januar

Der Januar-Buchtipp des Kinderleseclubs – Ein magisches und spannendes Buch, empfohlen ab 8

Lillys magische Schuhe – Die geheime Werkstatt von Usch Luhn

Lilly wird Schuhmacherin, aber ihre Werkstatt ist sehr besonders, denn es ist eine magische Schuhwerkstatt. Kinder, die so wie Florentine mehr Mut brauchen oder einfach nur dazu gehören wollen, können die geheime Werkstatt finden. Lilly verzaubert dann für jeden genau den Schuh, der ihm hilft. Dabei helfen Lilly ihr Lehrer, der Drachen Monsieur Archibald und die Schildkröte Frau Wu. Doch die Ruhe in der Werkstatt wird plötzlich gestört, denn jemand ist hinter das Geheimnis des Verstecks gekommen und will die magischen Kräfte für seine üblen Pläne einsetzen.

„Es ist ein spannendes Buch und ich habe alle vier Teile so gerne gelesen. Im April kommt endlich der nächste Band.“
Anna (9 Jahre)

Der Januar-Buchtipp des Jugendleseclubs - Empfehlung für alle Fantasy-Fans ab 13

Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe von Jonathan Stroud

Die seufzende Wendeltreppe ist der erste Band der Lockwood & Co.-Reihe, die in London spielt. Da die Stadt von Geistern, den sogenannten Besuchern heimgesucht wird, wurden in ganz London Agenturen gebildet, die diese Besucher kontrollieren und die Menschen schützen sollen. Nur Kinder und Jugendliche können die Besucher sehen und arbeiten darum als Agenten und Geisterjäger. Die jungen Agenten von Lockwood & Co. sind in diesem Bereich sehr erfolgreich, denn Anthony Lockwood nimmt jeden noch so gefährlichen Auftrag an. Doch eines Tages läuft ein Einsatz schief und die Lockwood-Agenten stehen im heimgesuchtesten Anwesen Englands vor einer tödlich gefährlichen Herausforderung.

„Lockwood & Co. hat mir sehr gut gefallen. Wenn man das Buch gelesen hat, will man mehr. Zum Glück gibt es fünf Bände. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.“
Johannes (14 Jahre)
 

Februar

Der Februar-Buchtipp des Kinderleseclubs – Erster Band der Fantasy-Reihe, empfohlen ab 11

Rulantica – Die verborgene Insel von Michaela Hanauer

Auf Rulantica leben Meermenschen. Eine von ihnen ist Aquina, die zwölf Jahre alt ist und lebt wie alle anderen Meermenschen, bis sie erfährt, dass sie einen Zwillingsbruder hat. Mats lebt bei den Menschen in einem Waisenhaus uns weiß nichts von Aquina, aber ihr ist klar, sie muss ihren Bruder treffen auch wenn dieses Zusammentreffen die Zerstörung ihrer gesamten Welt bedeuten kann. Für die Geschwister beginnt ein unglaubliches Abenteuer.

„Das Buch hat mir besonders gut gefallen, weil es an vielen Stellen sehr spannend ist und die Fantasiewelt mit der Menschenwelt verbindet. Dadurch entsteht eine tolle Geschichte.“
Finja (11 Jahre)

Der Februar-Buchtipp des Jugendleseclubs -  Eine einfühlsam erzählte Geschichte, die so jeden Tag auch in unserer Stadt passieren könnte, empfohlen ab 14

Dazwischen: Wir von Julya Rabinowich

Nachdem Madina und ihre Familie die Flucht vor dem Krieg und das damit verbundene Verlassen ihrer Heimat überstanden haben und in ihrem neuen Zuhause Fuß fassen konnten, könnte die Situation sich beruhigen und in ein geregeltes Alltagsleben übergehen. Leider ist das nicht der Fall, denn rund um sie her verbreiten sich in der vermeintlich sicheren neuen Umgebung rassistische Hetzbotschaften. Doch Madina ist nicht bereit sich von diesem Druck brechen zu lassen. Sie ist eine starke junge Frau, die aufsteht gehen Hass, Hetze, Rassismus und nichts unversucht lässt, den Riss, der sich durch die Gesellschaft um sie herum zieht, zu verschließen.

„Dazwischen: Ich“ habe ich gerne gelesen und mich darum sehr auf dieses neue Buch von Julya Rabinowich gefreut. „Dazwischen: Wir“ hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Madinas Geschichte ist brandaktuell und das Thema Rassismus geht uns alle an.
Jessica (17 Jahre)

März

Der März -Buchtipp des Kinderleseclubs – Erster Band einer neuen Tierabenteuer-Reihe, Band 2 erscheint im August 2022. Empfohlen ab 9 Jahren.

Minik – Aufbruch ins weite Meer: von Antonia Michaelis

In diesem Buch aus der Reihe „Das geheime Leben der Tiere“ geht es um den Seehund Minik. In der Ostsee trifft er Lottazwei, einen Buckelwal. Lottazwei und Minik sind ganz unterschiedliche Tiere und werden trotzdem Freunde. Sie machen sich auf den Weg, um die Ostsee zu verlassen.

„Es war eine sehr schöne Geschichte über Freundschaft. Ich mag Geschichten mit Tieren sehr gerne. Wenn Lottazwei redet wird ihre Rede in Großbuchstabengeschrieben, das hat mir besonders gefallen.“

Clara (11 Jahre)

Der März-Buchtipp des Jugendleseclubs -  Ein neues Werk des Shusterman-Erfolgsduos, empfohlen ab 14 Jahren.

Roxy: Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz: von Neal und Jarrod Shusterman

Isaac ist ein ganz normaler Schüler. Mit Drogen hat er nichts am Hut. Doch dann begegnet er Roxy, einem wunderschönen Mädchen mit der sich alles plötzlich entspannt und leicht anfühlt. Doch Roxy ist kein normales Mädchen, sondern eine Droge, genauer gesagt ein Schmerzmittel, das Isaac nach einer Verletzung einnimmt. Rasend schnell gerät er in eine Abhängigkeit und auch seine Schwester Ivy nimmt gegen ihr ADHS Medikamente ein. Dass jede Medikamenteneinnahme schwere Folgen haben kann, zeigt diese Geschichte auf eindrucksvolle und düstere Art.

„Neal Shusterman ist zurecht Preisträger der Landshuter Jugendbuchpreises 2018. Ich war schon vom Cover begeistert und die Geschichte steht dem in nichts nach. Drogen zu vermenschlichen ist eine Idee, die mir so noch nie begegnet ist. Ein Buch, das süchtig macht!“

Paul (14 Jahre)

April

Der April-Buchtipp des Kinderleseclubs – Der erste Band der Animorphs-Reihe in neuer Aufmachung, Band 2 und 3 sind bereits erschienen. Empfohlen ab 9 Jahren.

Animorphs – Die Invasion: von K.A. Applegate

Fünf ganz normale Kinder begegnen einem Andaliten, einem Außerirdischen, und erfahren von ihm, dass die Erde in großer Gefahr schwebt. Die Alien-Rasse der Yirk hat längst damit begonnen, den Planeten zu besiedeln und übernimmt die Kontrolle über menschliche Gehirne. Vor seinem Tod kann der Andalit den Kindern gerade noch die Gabe verleihen, sich in jedes beliebige Tier zu verwandeln. Eine nützliche Fähigkeit, wenn die ganze Menschheit gerettet werden muss. Doch die fünf müssen vorsichtig sein, denn es ist nicht erkennbar, welche Menschen bereits unter dem Einfluss der Yirks stehen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

„Perfekt, wenn man Science-Fiction und Tiere mag. Ich muss dringend weiter lesen – zum Glück gibt es über 50 Bände, da habe ich ein bisschen zu tun.“

Jakob (10 Jahre)

Der April-Buchtipp des Jugendleseclubs - Ursula Poznanski begeistert mit einer überzeugenden Science-Fiction-Dystopie, empfohlen ab 14 Jahren.

Cryptos von Ursula Poznanski

Auf einer Erde, die von Umweltkatastrophen gebeutelt wird, fliehen immer mehr Menschen vor ihrem unerträglichen realen Leben in virtuelle Welten. Jana arbeitet als Weltendesignerin und ihre Aufgabe ist es, den Menschen vielseitige und aufregende alternative Realitäten zu erschaffen. Doch dann geschieht ausgerechnet in Janas friedlicher Welt Kerrybrook Außergewöhnliches: Menschen verschwinden plötzlich und kehren nicht zurück. Als Jana sich auf die Suche nach der Ursache begibt, gerät sie schnell selbst in Lebensgefahr.

„Cryptos lässt einen nicht nur selbst in virtuelle Welten eintauchen, die Lust darauf machen, selbst Teil dieser Realitäten zu werden, sondern zeigt auch eindrücklich, wie unser Leben auf der Erde aussehen könnte, wenn wir nicht beginnen unseren Lebensstil grundlegend zu verändern!“

Lara (16 Jahre)

Mai

Der Mai-Buchtipp des Kinderleseclubs – Ein Muss für alle Harry Potter Fans, fünf Bücher mit fantastisch magischen Abenteuer im Magisterium. Empfohlen ab 10 Jahren.

Magisterium – Der Weg ins Labyrinth: von Holly Black und Cassandra Clare

Callum ist 12 Jahre alt und wächst bei seinem Vater auf und seine Mutter hat er nie kennen gelernt. Eigentlich führt Callum ein ganz normales Leben, bis sein Vater ihm offenbart, dass er ein Magier ist und Call tatsächlich die Aufnahmeprüfung im Magisterium, einer unterirdischen, geheimen Schule für Magie, besteht. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Zaubern gar nicht so einfach ist, genauso wenig wie das Leben unter Zauberern. Als plötzlich Calls Leben in Gefahr ist, erfährt er ein gut gehütetes Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird.

„Das schlichte Cover hat mir sofort gefallen. Man kann sich gut in Call hineinversetzen, als er in der Schule ankommt und dort gar nicht sein will und wie schwer es ihm fällt, Freunde zu finden und die Magie zu erlernen. Das Ende war gar nicht vorhersehbar macht Lust zu erfahren, was im nächsten Schuljahr im Magisterium passieren wird.“

Marius (10 Jahre)

Der Mai-Buchtipp des Jugendleseclubs – Eine dystopische Geschichte über ein Mädchen, das ihren Weg in einer Welt voller Gefahren geht, empfohlen ab 12.

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss: von Anna Benning

In Neu London trainiert Elaine zusammen mit anderen Jugendlichen verbissen für das berühmte Vortexrennen, das über ihre Zukunft entscheiden wird. Denn nur die besten Teilnehmer, werden Vortexläufer. Eine Berufung, die ebenso ehrenvoll wie gefährlich ist, denn Vortexe sind Energietunnel, die es ermöglichen zu anderen Orten zu Teleportieren. Viele Vortexläufer haben bei ihren Sprüngen in Vortexe und den Kämpfen gegen die sogenannten Splits, das sind Menschen, die zum Teil aus Feuer, Erde, Wasser oder Luft bestehen und dadurch Fähigkeiten haben, die den einfachen Menschen ein Dorn im Auge sind, bereits ihr Leben gelassen. Doch während des Vortexrennens, entwickelt Elaine plötzlich ungeahnte neue Fähigkeiten, die die Welt verändern werden.

„Anna Benning schafft es, den Leser mitzunehmen in diese ungewöhnliche Welt, in der es Vortexe, also Energietunnel zu anderen Orten und mit den Elementen vermengte Menschen gibt. Trotz der komplexen Hintergrundgeschichte, hat man nie das Gefühl, dass man etwas nicht versteht, sondern wird in eine faszinierende und fesselnde Welt geworfen, die es unmöglich macht, das Buch nicht zu mögen.“

Gisela (12 Jahre)

Juni

Der Juni-Buchtipp des Kinderleseclubs – Eine ungewöhnliche Geschichte, die nicht nur gesellschaftliche Probleme, sondern auch die Kunstwelt aufs Korn nimmt, empfohlen ab 9 Jahren.

Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog: von Lisa Thompson

Coles größter Wunsch ist reich zu sein, aber die Familie des 12-Jährigen hat wenig Geld. Seine Mutter arbeitet in einem Museum, dem, um die Sache noch schlimmer zu machen, die Schließung droht und ihr damit die Arbeitslosigkeit. Als Coles Klasse einen Ausflug in einen Freizeitpark macht, kann er nicht mitfahren, denn der Eintritt ist zu teuer. Gut, dass er sich auf seine besten Freunde Mason und Isla verlassen kann, denn am Tag nach dem Ausflug verändert sich Coles Leben für immer. Eine berühmte Künstlerin entdeckt ihn als neues Talent und plötzlich kann er seine Kunstwerke für viel Geld verkaufen. Aber Coles Kunst umgibt ein Geheimnis.

„Poor Kid Cole, so wird er von seinen Klassenkameraden genannt. Die Geschichte erzählt von Mobbing in der Schule und wie schwierig es ist, wenn man arm ist. Trotzdem hat Cole seine Familie und gute Freunde, mit denen er ein Abenteuer erlebt. So lernt er, dass Geld und berühmt zu sein nicht das Wichtigste sind.“

Lena (9 Jahre)

Der Juni-Buchtipp des Jugendleseclubs – Kurzweilige Märchen, eingebettet in eine brillante Fantasy-Rahmenhandlung, empfohlen ab 14.

Future Fairy Tales – Geschichten aus einer anderen Welt: von Holly-Jane Rahlens

Future Fairy Tales sind zehn zukunftsangepasste Versionen der bekanntesten  Grimm’schen Märchen, verfasst in verschiedensten literarischen Textformen. Zum 1000-jährigen Jubiläum der Erfindung der Druckerpresse, werden diese Märchen im Jahr 2440 herausgegeben, einer Zeit, in der es eigentlich keine gedruckten Bücher mehr gibt. Eine Sammlung von Geschichten, die zeigen, dass Märchen und die darin behandelten Themen auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben und Märchenprinzessinnen nicht nur hilflos auf die Rettung durch ihren Prinzen warten müssen.

„Die klassischen Märchen, eingebettet in einen modernen Kontext, führen vor Augen, dass Kultur, Sprachgebrauch und Geschichten einem stetigen Wandel unterworfen sind und dennoch stets aktuell bleiben. Nach jeder Geschichte wird kurz über die Zeit berichtet, in der sie entstanden ist. So schafft Holly-Jane Rahlens eine stimmige und mitreißende Erzählung.“

Otto (15 Jahre)

Juli

Der Juli-Buchtipp des Kinderleseclubs – Eine Geschichte mit viel Witz über und für beste Freundinnen, empfohlen ab 10 Jahren.

Mein Pampaleben – Ohne dich ist alles Dorf: von Silke Antelmann

Fiona muss mit ihrer Mutter aufs Land ziehen – mitten in die Pampa – und das Schlimmste: Ihre beste Freundin Charly bleibt in der Stadt. Richtig sauer posten die beiden Instagram-Selfies von Fiona vor leeren Dorfstraßen und Misthaufen, die Fionas schreckliches neues Leben zeigen sollen. Charly organisiert sogar eine Free-Fiona-Aktion in der Stadt. Doch währenddessen merkt Fiona, dass sie eigentlich gar nicht mehr befreit werden will, denn das Dorfleben mit neuen Freunden und dem Sommer in der Natur ist ja vielleicht doch gar nicht so doof. Doch dann erreicht Charlys Demo-Aktion das Dorf und Fiona muss sich entscheiden. Wo gehört sie eigentlich  hin?

„Fionas Geschichte wird sehr lebendig erzählt und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Außerdem ist das Cover ungewöhnlich und sticht sofort ins Auge. Ich freue mich schon auf Band 2.“

Leonie (12 Jahre)

Der Juli-Buchtipp des Jugendleseclubs – Eine Geschichte, die alles andere als deprimierend ist und genau den Nerv von jugendlichen Lesern trifft, empfohlen ab 14 Jahren.

Kurz mal mit dem Universum plaudern: von Preston Norton

Cliff und Aaron sind zwei High School Schüler, zwischen denen ein angespanntes Verhältnis herrscht. Aaron macht Cliff, der eher ein Außenseiter ist, in einem Wohnwagen lebt und einen alkoholkranken Vater hat, das Leben schwer und mobbt ihn. Doch dann durchlebt Aaron eine Nahtoderfahrung, während der ihm Gott eine heilige Mission aufträgt in der Cliff eine wichtige Rolle spielt. So entwickelt sich eine seltsame Freundschaft zwischen zwei komplett unterschiedlichen Jungen, die dennoch eine ganz besondere Dynamik verbindet.

„Schwierige Themen werden in diesem Roman nicht verschleiert oder beschönigt, sondern direkt angesprochen. Dabei schafft es Preston Norton wirklich eine Botschaft zu vermitteln: Man kann zwar nicht immer alles schaffen und das Leben ist alles andere als einfach oder perfekt, aber dennoch lohnt es sich, nicht einfach aufzugeben, sondern irgendwo zu starten und für seine Ziele zu arbeiten.“

Julia (15 Jahre)

August

Der August-Buchtipp des Kinderleseclubs – Eine Sommergeschichte über Freundschaft, die Abenteuer und Gefahren übersteht, empfohlen ab 10 Jahren

Waldmädchensommer

Theresa Czerny

Alva ist mit ihren Eltern und den großen Geschwistern umgezogen und kennt noch niemanden. In Toni findet sie eine Freundin mit der sie den großen Wald, der an das Dorf grenzt, durchstreifen kann. Gemeinsame Treffen im Wald werden schon bald zu ihrem täglichen Ritual und die beiden beginnen sich, neben ihren Erkundungstouren, Geschichten zu erzählen. Die magische Geschichte über Aurelia, die Hüterin des Waldes, die die beiden Freundinnen retten müssen. Doch für Toni sind die fantastischen Abenteuer mehr als nur ein Spiel und schon bald muss Alva erkennen, dass ihre neue Freundin dringend ihre Hilfe braucht.

„Das Sommerabenteuer von Alva und Toni macht Lust in den Wald zu gehen und selbst nach magischen Wichteln und Feen zu suchen. Dabei enthält die Geschichte ein Thema, das tiefer geht, als es zunächst scheint.“

Emma (10 Jahre)

Der August-Buchtipp des Jugendleseclubs – Auftakt einer furiosen Fantasy-Dilogie mit Spannung, Romantik und einem fein gesponnenen Netz aus Lügen, empfohlen ab 14

Die Lügendiebin

Saskia Louis

Fawn besitzt eine besondere Gabe: Sie kann Lügen sehen und sie sammeln. Als Lügendiebin bricht sie bei den großen und mächtigen Familien das Reiches Mentanos ein, stielt deren Lügen und verkauft sie gewinnbringend weiter. Als sie bei einem ihrer Raubzüge enttarnt wird, bietet sich ihr eine einzigartige Chance. Sie wird zu Lady Leya, der vorgetäuschten Verlobten von Caeden Falcron und agiert von nun an als Doppelagentin, die helfen soll das Geheimnis um den Tod von Caedens Vater aufzuklären und dabei gleichzeitig ihrer Diebesgilde Informationen zuspielen kann. Doch Fawn ahnt nicht, dass sie nicht nur ihr altes Leben und ihre Familie und Freunde aufs Spiel setzt, sondern auch ihr eigenes Schicksal von einem Geheimnis umwoben ist und sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen muss, bevor es zu spät ist.

„Die Lügendiebin habe ich an einem Tag durchgelesen. Fantasy vom Feinsten. Das Buch endet allerdings mit einem unglaublich spannenden Cliffhanger. Die Wartezeit auf Band 2 versüßte mir der offizielle Booksoundtrack auf Youtube.“

Carina (14 Jahre)

September

Der September-Buchtipp des Kinderleseclubs – Eine bunte Hexengeschichte für mutige Kinder, die Lust auf mehr macht, empfohlen ab 6 Jahren

Malverina – Ich möchte eine Hexe sein

Susanna Isern und Laura Proietti

In Düstertal leben die Menschen in Angst, denn drei böse Drillings-Hexen wohnen in einem Schloss hoch oben auf einem Berg über dem Dorf. Diese gruseligen Hexen sind der Grund, warum Düstertal düster ist und sich niemand mehr in den Wald wagt, denn der ist verzaubert. Doch eines Tages klingelt es am Schlosstor und vor den Hexen steht ein kleines Mädchen – Malverina. Malverina ist ziemlich mutig, neun Jahre alt und hat einen Wunsch: Sie möchte unbedingt auch eine Hexe werden. Weil die drei Hexen dringend eine Nachfolgerin brauchen, beschließen sie Malverina auszubilden. Doch gruselig lachen, auf einem Besen reiten und einen klassischen Hexen-Look tragen? Das ist so gar nicht nach Malverinas Geschmack.

„Ich finde toll, dass Malverina eine Hexe sein kann, so wie sie es will. Das Buch ist leicht zu lesen und es gibt viele tolle Bilder, darum könnte man die Geschichte auch super vorlesen. Ich bin schon gespannt, wie es mit Malverina weiter geht.“

Svea (8 Jahre)

Der September-Buchtipp des Jugendleseclubs – Der erste Band der Chroniken von Solaris ist eine romantische Fantasy-Geschichte über die magische Macht der Elemente, empfohlen ab 14

Air Awoken

Elise Kova

Die 17-jährige Vhalla ist eine Auszubildende in der Bibliothek von Solaris. Als sie eines Tages das Leben des Thronfolgers Prinz Aldrik rettet, erwacht in ihr die Magie des Windes und plötzlich soll sie genau in dieser ausgebildet werden, obwohl Vhalla Magie mehr als alles andere fürchtet. Am liebsten würde sie sich einfach zwischen all ihren Büchern verstecken, doch sie ist die erste Windläuferin seit 143 Jahren. Und mitten in diesem Trubel ist da auch noch Prinz Aldrik, der vielleicht doch nicht so übel ist, wie Vhalla anfangs dachte.

„Air Awoken hat mich mit seiner Idee vom Bändigen der Elemente sofort begeistert. Besonders mag ich, dass vorne im Buch eine Karte vom Großen Kontinent und dem Kaiserreich Solaris ist und der Farbschnitt des Buches ist wunderschön. Die Verbindung zwischen Vhalla und Aldrik ist mit viel Spannung aufgebaut. „Leider“ endet das Buch so spannend, dass das Warten auf den zweiten Band mir sehr schwer fällt.“

Lea (15 Jahre)

Oktober

Der Oktober-Buchtipp des Kinderleseclubs – Eine ganz besondere Rittergeschichte für alle Ritter- und Drachenfans, empfohlen ab 7 Jahren

Dragobert von Bröckelstein

Brigitte Endres

Ritter Georg ist Burgherr auf Bröckelstein und er ist ein sehr guter Ritter. Aber auch arm und seine Burg zerbröckelt. Er ist auch ein erfahrener Drachentöter und als Georg eines Tages einen Drachen besiegt hat, findet er dort ein Drachenei. Er nimmt es mit nach Hause und als ein kleiner Drache ausschlüpft, nennt er ihn Dragobert und will ihn zu einem echten Ritter erziehen, der keine Jungfrauen entführt. Dragobert von Bröckelstein ist wie ein Sohn für Ritter Georg und seine Köchin Minna. Als sie gerade Dragoberts Geburtstag gefeiert haben, wird der Kleine Drache von Räuber Raffzamm entführt. Aber es gibt da noch Rammzamms Räubertochter Petronella und die ist für Dragobert bald eine gute Freundin. Kann Ritter Georg den gemeinen Erpresser fangen und seinen Drachenrittersohn befreien?

„Mir hat gut gefallen, dass Dragobert kein böser Drache ist. Er ist ein richtiger Ritter. In der Geschichte kommen lustige Wörter vor, die ich nicht kannte, zum Beispiel ‚Tatzelwürmchen‘ und ‚Dracheling‘ das war besonders lustig.“

Adrian (8 Jahre)

Der Oktober-Buchtipp des Jugendleseclubs – Ein Buch über das Erwachsenwerden, das Leben, die Liebe und die Wichtigkeit von Familie und tiefen Freundschaften, empfohlen ab 13 Jahren

Der Club der wütenden Fünf

Nicole Fröhlich

Lara steht nach dem Tod ihrer Oma ganz alleine im Leben, denn ihre Eltern sind schon lange tot und Geschwister hat sie nicht. Nach einem kurzen Aufenthalt im Heim, wünscht sie sich, in eine Wohngruppe für Jugendliche zu ziehen, doch ihre Sozialarbeiterin ist sich sicher: Lara ist in einer Pflegefamilie besser aufgehoben. Familie Wagner, das sind Julia, Jörg und der kleine Ludwig – und jetzt auch Lara. Obwohl Lara eigentlich gar keine Lust auf Familienleben hat, fühlt sie sich zunehmend wohl in ihrem neuen zu Hause und auch die neue Schule ist weniger schlimm als vermutet. Lara ist verpflichtet sich dort im Sozialprojekt „Der Club der wütenden Fünf“ zu beteiligen. Doch als den Clubmitgliedern eine Aufgabe gestellt wird, die sie an ihre Grenzen bringt und lebensgefährlich wird, muss Lara sich entscheiden. Wer will sie eigentlich sein und wie und wo will sie in Zukunft leben.

„Nicole Fröhlich hat mich mit ihrem Buch voll überzeugt. Eigentlich lese ich ungern Bücher über Problemthemen, doch beim Club der wütenden Fünf ist es mir leichtgefallen, mich in Lara hineinzuversetzen. Sie und ihre Freunde im Club werden nachvollziehbar dargestellt. Jeder hat seine Schwierigkeiten im Leben aber durch ihre Freundschaft finden sich sehr unerwartete Auswege.“

Hadis (16 Jahre)

November

Der November-Buchtipp des Kinderleseclubs – eine lustige Geschichte über ein Mädchen, das endlich nicht mehr übersehen werden will, empfohlen ab 7 Jahren

Uma und die geheime Superkraft

Lena Hach und Marine Ludin

Eigentlich ist Uma ein ganz normales Mädchen mit zwei großen Schwestern und zwei kleinen Brüdern, einer Mama und einem Papa und einem besten Freund. Aber manchmal wird Uma ganz plötzlich unsichtbar. Puff-paff! Warum das so ist weiß sie nicht und es nervt. Als Uma auf einem Schulausflug einen Gecko sieht, der sich perfekt tarnt und darum auch irgendwie unsichtbar ist, merkt sie, dass unsichtbar sein auch Vorteile hat. Uma nutzt aus, dass sie sich heimlich mit zum Fernseher setzten oder sich vor der Hausarbeit drücken kann. Aber sie kann nicht steuern, wann es passiert und wie sie unsichtbar werden kann, wann sie es selber will – das muss dringend anders werden.

„Umas Geschichte ist sehr lustig. Sie und ihr Freund Fritz halten fest zusammen und es ist gut, dass er Uma ihre Geschichte geglaubt hat. Besonders toll finde ich die vielen Bilder.“

Linus (7 Jahre)

Der November-Buchtipp des Jugendleseclubs – eine Geschichte über Krankheit, das Ringen mit und die Akzeptanz des eigenen Schicksals, empfohlen ab 14 Jahren

Blindfisch

Karen-Susan Fessel

Lon ist 16 und leidet am Usher-Syndrom, einer Krankheit, die das Hör- und Sehvermögen nicht nur einschränkt, sondern zunehmend verschlechtert. Das fortschreitende Erblinden versucht Lon vor allen geheim zu halten, sogar vor den besten Freunden. Auch für sich selbst kann Lon nicht akzeptieren, was die Erbkrankheit für das zukünftige autonome Leben bedeutet. Nach und nach wird der Alltag immer weiter eingeschränkt. Zusätzlich zu dieser persönlichen Belastung befindet Lon sich mitten in der Pubertät und kämpft mit allen Problemen, die sowieso in dieser Lebensphase schon belasten.

„Mit der Geschichte wird ein schwieriges Thema sehr eindrucksvoll umgesetzt, obwohl das Buch sehr dünn ist. Mir hat besonders gut gefallen, dass Karen-Susan Fessel so geschickt mit Lons Geschlechtsidentität spielt, auf Themen eingeht, die Lon als Teenager bewegen und sich damit vom reinen Thema der gesundheitlichen Probleme löst.“

Magdalena (15 Jahre)

Dezember

Der Dezember-Buchtipp des Kinderleseclubs – Eine spannende Weihnachtsgeschichte, um das Warten auf das Christkind zu verkürzen und ganz nebenbei die „Weihnachtsmänner“ anderer Länder kennen zu lernen, empfohlen ab 7 Jahren

Die Weihnachtsparty

Brigitte Schär

Levin, Linus und Lola sind Drillinge. Bei ihnen zu Hause ist es darum manchmal sehr wild. Als ihre Großeltern verreisen, um sich ein bisschen von ihren Enkeln zu erholen, hinterlassen sie den Kindern eine ganz besondere Überraschung in ihrem Haus. Spannend geht es gleich am Anfang los, denn eines Morgens sind die Drillinge verschwunden, auf dem Weg, den Weihnachtsmann als Opa-Ersatz zu suchen. Und sie finden ihn und noch vieles mehr.

„Ich habe das Buch schon im Sommer gelesen und jetzt nochmal. Obwohl es um Weihnachten geht, war es auch auf der Wiese im Freibad eine tolle Geschichte. Jetzt hat es mich so richtig in Weihnachtsstimmung gebracht.“

Annika (8 Jahre)

Der Dezember-Buchtipp des Jugendleseclubs – eine dystopische Zukunftsvision in einer krisengeprägten Zeit gemischt mit Elementen von Thriller und Science-Fiction, empfohlen ab 13 Jahren

Countdown – Der letzte Widerstand

Thomas Thiemeyer

Ein Stromausfall. Nervig, unnötig, aber doch nicht außergewöhnlich, denn so etwas passiert eben ab und an. Aber was, wenn der Strom nicht spätestens nach ein paar Stunden wieder da ist? Ben und Lena sind Klassenkameraden und erleben den Blackout, der nicht nur ihre Stadt, sondern die ganze Welt erfasst hat und diese nach und nach ins Chaos stürzt. Schnell wird ihnen klar, dass der Stromausfall nur der Anfang ist und eine viel größere Gefahr die gesamte Menschheit bedroht.

„Die Geschichte verarbeitet das aktuelle Thema Energie- und Ressourcenknappheit auf bedrückende, aber dennoch flüssig und kurzweilig zu lesende Art und Weise. Wie reagiert die Menschheit, wenn die so genannte Zivilisation nicht länger die Regeln vorgibt und wer profitiert eigentlich vom Zusammenbruch der Gesellschaft wie wir sie kennen?“


Otto (15 Jahre)

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