Stadt landshut
Color

Landshut investiert in die Zukunft

16.08.2023
Bauen/Entwicklung
Jugend/Bildung

Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referats für Bauen und Umwelt sowie Pressevertretern hat Oberbürgermeister Alexander Putz am Mittwoch laufende Tief- und Hochbaumaßnahmen besichtigt.

Die sechs Stationen zeigten eine große Bandbreite der Stadtentwicklung und der Arbeit des Referats für Bauen und Umwelt. Mit dem Bus fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Rundfahrt Baustellen laufender Projekte an.

1. Station: Neubau der Kindertagesstätte am Felix-Meindl-Weg

Die Planungen dort sehen eine dreigruppige Kindertagesstätte mit zwei Kindergarten- sowie einer Kinderkrippengruppe vor. Der Bau wird in Ziegel-Massivbauweise errichtet, das Flachdach als extensives Gründach ausgeführt. Dort kann ein PV-Anlage mit circa 20 kWp realisiert werden.

Die Zufahrt und Stellplätze für die Kindertagesstätte befinden sich direkt am Felix-Meindl-Weg. Der Freibereich ist nicht befahrbar, somit können alle umliegenden Freiflächen für die Kinder genutzt werden. Dem Eingangsbereich sind das Leitungszimmer sowie der Kinderwagenraum zugeordnet. Im westlichen Teil befindet sich der Kindergartenbereich mit zwei Gruppen à 25 Kindern. Die Gruppenräume werden mit einer Kinderküche und einem zusätzlichen Ausgussbecken ausgestattet. Beide Gruppenräume haben einen separaten Nebenraum. Über das Foyer ist der Speisesaal mit der angegliederter Warmhalteküche zugänglich. Der Speisesaal wird von Osten und Norden über große Fassadenöffnungen belichtet. Der Kinderkrippenbereich orientiert sich nach Westen und Norden und besitzt einen eigenen zugeordneten Freibereich. Der Schlafraum befindet sich hangseitig, abgewandt von den Freiflächen. Das komplette Gebäude ist barrierefrei konzipiert.

Kosten: Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro, wovon circa 1,42 Millionen Euro gefördert werden.

2. Station: Neubau der Feuerwache Hofberg mit fünf Stellplätzen

Das zweigeschossige Gebäude mit flachgeneigtem Dach des Neubaus der Feuerwache 5 der Freiwilligen Feuerwehr Hofberg bildet städtebaulich den östlichen Abschluss des Platzes vor dem Wasserturm am Hofberg in der Kalcherstraße.

Die Erschließung des Grundstücks für die ausrückende Feuerwehr erfolgt, analog zur bestehenden Situation, über den erforderlichen Vorplatz direkt auf die Kalcherstraße. Der Platz vor dem Wasserturm wird in Abstimmung mit dem Tiefbauamt umgestaltet. Die im Ausfahrtsbereich befindlichen Bushaltestellen wurde bereits verlegt. Getrennt von den ausrückenden Fahrzeugen erreichen die ankommenden Feuerwehrleute den Parkplatz auf dem westlichen Teil des Grundstücks über eine Zufahrt entlang der Südseite des Neubaus.

Im Inneren sind die Räume zweigeschossig, hinter der Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen, angeordnet. Ebenerdig befinden sich auf der nördlichen Seite die Umkleiden mit Sanitärräumen und auf der südlichen Seite die Lagerflächen. Die Trennung der beiden Bereiche erfolgt durch das Foyer mit Treppe ins Obergeschoss. Dort sind im Süden der Schulungs- und Bereitschaftsraum mit Teeküche und im Norden Verwaltungs-, Sanitär-, Technik- sowie Lagerräume vorgesehen.

Die Maßnahme wird gefördert durch den Freistaat Bayern gemäß den Richtlinien zur Förderung des kommunalen Feuerwehrwesens (FwZR).

Kosten: Es wird mit Gesamtkosten von circa 3,88 Millonen Euro gerechnet. Die Förderung beträgt 345.400 Euro.

3. Station: Sanierung Straße Moniberg

Die Baumaßnahme umfasst die Sanierung der Straße Moniberg im Vollausbau mit Erneuerung der ungebundenen sowie bituminösen Tragschichten einschließlich des Gehwegs, Randeinfassungen und Straßenentwässerung. Die Straßenachse hat eine Länge von circa 1.060 Metern, die Fahrbahn hat im Mittel eine Breite von circa sechs Metern. Die Sanierung ist in vier Bauabschnitten vorgesehen. Ausgeschrieben wurde der zweite Bauabschnitt von der Kreuzung Grünlandstraße in süd-westlicher Richtung bis Höhe Hausnummer 21.

Kosten: Die Auftragssumme beträgt 349.315 Euro. Die Planungen wurden in Eigenleistung vom Tiefbauamt durchgeführt.

4. Station: Umbau und Modernisierung Atemschutzwerkstatt

Die bestehende Atemschutzwerkstatt im Erdgeschoss der Hauptfeuerwache, Niedermayerstraße 6, wird aufgrund aktueller Anforderungen der DIN 14092-7 „Werkstätte in Gebäuden der Feuerwehr“ neu errichtet. Der Neueinbau der Atemschutzwerkstatt umfasst circa 252 Quadratmeter und wird mithilfe einer neuen Raumaufteilung umgesetzt. Durch die Erweiterung kann die nach DIN 14092-7 erforderliche Schwarz-Weiß-Trennung bei der Anlieferung und Abholung der Atemschutzausrüstung realisiert werden. Im Zuge der Maßnahme entsteht im Erdgeschoss zusätzlich im Bereich der Atemschutzwerkstatt ein Büro für drei Mitarbeiter sowie eine Kleiderkammer.

Im Kellergeschoss werden für die Mitarbeiter der Atemschutzwerkstatt Sanitäranlagen sowie Umkleiden mit Spinden in Schwarz-Weiß-Trennung, gemäß den Anforderungen der Arbeitsstättenrichtlinie, erstellt.  Zusätzlich wird für die bestehende Atemschutzübungsanlage im ersten Obergeschoss ein Sanitärbereich für Damen und Herren mit Umkleiden, Duschen und WCs errichtet.

Während der Umbauarbeiten wird der Betrieb der Atemschutzwerkstatt in der Fahrzeughalle der Feuerwehr als Interimswerkstatt aufrechterhalten. Der Baubeginn erfolgte am 10. Oktober 2022. Aktuell laufen Restarbeiten. Die Inbetriebnahme ist für Ende Oktober 2023 vorgesehen.

Kosten: Geplant wurde mit voraussichtlichen Kosten in Höhe von circa 2,1 Millionen Euro. Die Fördersumme beträgt 59.700 Euro.

5. Station: Neubau der Grundschule Nordwest

Im Westen von Landshut entsteht die neue vierzügige Grundschule Nordwest im Konzept der kooperativen Ganztagesbetreuung mit Mensa und Einfach-Turnhalle. Das Schulgebäude wird dreigeschossig mit Teilunterkellerung für Technik- und Lagerflächen errichtet. Im Erdgeschoss sind die Verwaltung und Sekretariat, das Lehrerzimmer/ der erweiterte Pädagogikraum, die Fachräume (Werken, Handarbeit, Musik und Lernwerkstatt Deutsch) sowie die zentrale Pausenhalle angeordnet. Drei Treppenhäuser erschließen in den beiden Obergeschossen je drei sogenannte Lerncluster für 75 Schulkinder im Schul- und Hortbetrieb. Kleine Stichflure verbinden die Cluster untereinander und erschließen Nebenräume wie WC-Anlagen, dezentrale Technikflächen und Putzräume. Im Pavillon ist die Mensa vorgesehen.

Die Sporthalle, die an die bestehende Sporthalle der Wirtschaftsschule angeordnet ist, wird über die Außenanlagen des Gesamtschulcampus erreicht. Ein über die gesamte Breite des Gebäudes verlaufender Flur erschließt Umkleiden, Behinderten-WC, Putz- und Technikräume. Über den Turnschuhgang gelangt man in die Halle. Der Geräteraum ist auf der anderen Seite der Halle angeordnet. Über den Umkleiden sind Technikräume für die Lüftung vorgesehen, die dann auch den Zugang zum Dach ermöglichen, auf dem eine PV-Anlage vorgesehen ist. Zentraler Ort zwischen Wirtschafts- und Grundschule ist das 50 mal 80 Meter große Rasensportfeld, welches beiden Schulen zur Verfügung steht. Der Allwetterplatz der Grundschule mit Weitsprunggrube (20 mal 28 Meter) ist im Pausenhof der Grundschule.

Der Baubeginn erfolgte am 12. September 2022. Nach Erstellung der Bohrpfähle für die Tiefengründung wurden die Wasserhaltungsmaßnahmen eingeleitet. Die Wasserhaltung wird mit geschlossener Bauweise (mit Spundwänden) ausgeführt. Mithilfe von zehn Förderbrunnen wird das Wasser abgepumpt und im östlichen Bereich des Grundstücks wieder versickert. Nach Erreichen des Absenkziels wurde mit der Ausführung der Bodenplatte begonnen. Parallel dazu startete der Bau der Mensa. Aktuell werden die Außenwände der Teilunterkellerung des Schulgebäudes erstellt. Im Oktober startet der Bau der Turnhalle. Die Inbetriebnahme der Grundschule ist zum Schuljahresbeginn 2025/ 2026 geplant.

Kosten: Laut indizierter Kostenberechnung von Mai 2020 wurden für den Bau 37 Millionen Euro veranschlagt. Aufgrund erheblicher Preissteigerungen wurde das Budget auf 42,5 Millionen erhöht. Gemäß Zuwendungsbescheid ist mit einer voraussichtlichen Förderung in Höhe von 15,6 Millionen Euro zu rechnen.

6. Station: Neubau der Staatlichen Realschule in der Münchnerau

Im Ortsteil Münchnerau entsteht auf einer Grundstücksfläche von circa 28.000 Quadratmetern die neue Staatliche Realschule mit sieben Zügen, einer Dreifach-Sporthalle sowie Außensportanlagen und Freiflächen. Die neue Realschule wird langfristig bis zu 1.000 Schüler und circa 100 Lehrkräfte fassen.

Das flügelförmige Schulgebäude erstreckt sich circa 60 Meter entlang der Fuggerstraße und über 70 Meter entlang des südlichen Geh- und Radweges und verfügt über drei Geschosse. Neben den Regel- und Fachklassen enthält das "Schmetterlingsgebäude" zusätzliche Lernräume nach neuesten pädagogischen Ansätzen wie Gruppenräume, offene Lernbereiche, Räume für Inklusion, einen Ganztagesbereich mit Mensa und Küche. Dazu kommen Räume für die Schulverwaltung und die Dienststelle des Ministerialbeauftragten. Die neue Schule ist nach dem Konzept der „Wanderklassen“ konzipiert. Die umlaufend um das Schulgebäude geplanten Balkone und Treppen sind einerseits wesentlicher Bestandteil des Brandschutzkonzeptes für das als offene Halle konzipierte Schulhaus, andererseits ein vorgelagerter effektiver Fassaden- und Sonnenschutz.

Die Dreifach-Sporthalle liegt gegenüber dem Schulgebäude im Südosten des Grundstücks. Sie ist mit Galeriegeschoß circa 45 Meter lang, 37 Meter breit und circa neun Meter hoch. Im Galeriegeschoss befinden sich die Umkleiden- und Waschräume, darunter die Geräte-, Lehrer- und Nebenräume. Die Sporthalle steht auch Vereinen zur Nutzung zur Verfügung.

Über den zentralen Vorplatz im Südwesten des Grundstücks, Ecke Fuggerstraße/ südlich Geh- und Radweg, gelangt man zum Haupteingang der Realschule. Die nach Norden und Westen orientierten Flügel des Schulgebäudes und die südöstlich gelegene Sporthalle fassen die Hauptfläche des begrünten mit zahlreichen Sitzflächen bestückten Pausenhofs ein. Die Außensportanlagen umfassen ein 50 mal 90 Meter großes Kunstrasenspielfeld, das direkt nördlich an Sporthalle anschließt, einen Allwetterplatz, unmittelbar an westlichen Längsseite der Sporthalle, eine 130 Meter-Laufbahn in Kombination mit einer Weitsprunggrube im Osten zur Flutmulde orientiert, einer Kugelstoßanlage im Norden und einer Beachvolleyballanlage im Süden der Halle. Das Kunstrasenspielfeld steht Vereinen für das Fußballtraining im Herbst/ Winter zur Verfügung.

Der Baubeginn erfolgte am 11. Januar 2021. Aktuell laufen noch Arbeiten des Fassadenbaus der Pfosten-Riegelfassaden sowie die Montage der Balkone am Schulgebäude. Diese und die restlichen Dacharbeiten am Gründach sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Parallel sind momentan seit Herbst 2022 sukzessive bis zu 16 Innenausbau- und Technikgewerke in beiden Gebäuden tätig. Im Bauteil A des Schulgebäudes wurde kürzlich in allen Geschossen, in den Klassenräumen und der Verwaltung der Estrich eingebaut. Die Sanitärbereiche im Schulgebäude sind zum Großteil für die Ende August beginnenden Fliesenarbeiten vorbereitet.

Im Bereich der Außenanlagen wurden bereits die Rigolen für die Dachentwässerung verbaut. Anfang September 2023 beginnen die Arbeiten des Garten-, Landschafts- und Sportanlagenbaus.

Kosten: Die Gesamtkosten wurden laut Kostenberechnung vom Juli 2019 auf circa 52,5 Millionen Euro geschätzt. Aufgrund der Preissteigerungen seit 2019 wurde das Budget auf 58,6 Millionen Euro erhöht. Die Stadt plant mit einer Förderung in Höhe von 26,5 Millionen Euro.

In Verbindung stehende Artikel

Metallträger im Fundament mit Menschen im Hintergrund
    • Öffnungszeiten
    Öffnungszeiten