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Führungsgruppe Katastrophenschutz tritt außer Dienst

08.06.2021
Gesundheit

Mit Wirkung zum Montag hat die Staatsregierung den wegen der Corona-Pandemie seit Dezember bayernweit geltenden Katastrophenfall aufgehoben.

Folgerichtig wurde nach rund einem halben Jahr auch die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FügK) der Stadt Landshut mit Wirkung zum Dienstag, 8. Juni 2021, bis auf Weiteres außer Dienst gestellt. Am Montagnachmittag fand daher die vorerst letzte Lagebesprechung des Gremiums statt, wie seit Monaten üblich per Videokonferenz. Oberbürgermeister Alexander Putz nutzte die Gelegenheit, um allen Mitgliedern der FügK um Leiter Thomas Schindler, den Hilfs- und Rettungsdiensten, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und der Bundeswehr für ihr außergewöhnliches Engagement zu danken. „Sie alle haben – wie natürlich auch die Ärzte und Pflegekräfte in den Kliniken – während dieser beispiellosen Krise Großes für unsere Stadt und die gesamte Region geleistet.“ Die stets professionelle, konstruktive, vertrauensvolle und reibungslose Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten sei für ihn immer wieder aufs Neue beeindruckend und ermutigend gewesen, betonte Putz. „Die Stadt Landshut ist in diesem Bereich wirklich hervorragend aufgestellt. Mit dieser Truppe muss uns auch in Krisensituationen nicht bange sein.“

Die letzte Lagebesprechung fand nach den vielen sehr ernsten Sitzungen der vergangenen Monate bereits in relativ entspannter Atmosphäre statt. Denn das Infektionsgeschehen in der Stadt Landshut scheint sich trotz der zuletzt spürbar gelockerten Corona-Regeln erfreulicherweise auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. So sank die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Montag auf 20,4 Fälle je 100.000 Einwohner – und damit auf einen Wert, der zuletzt im Spätsommer 2020 erreicht worden war. Gleichzeitig fiel die Inzidenz unter den ebenfalls weiter rückläufigen Bundes- bzw. Landesdurchschnitt. Eine ähnlich positive Entwicklung vermelden die regionalen Krankenhäuser: Dort geht die Zahl der stationär behandelten Covid-19-Patienten seit Wochen kontinuierlich zurück. Das Klinikum Landshut meldete am Montagvormittag nur noch vier bestätigte Corona-Infizierte auf Normalstation und vier weitere Patienten, die intensivmedizinischer Betreuung bedürfen.

Als entscheidender Trumpf im Kampf gegen das Coronavirus scheint sich – wie von Ärzten und Wissenschaftlern erwartet – die auf Hochtouren laufende Impfkampagne zu erweisen. Laut Thomas Schindler, der auch das Impfzentrum der Stadt Landshut leitet, wurden bislang rund 35.000 Erstimpfungen im Stadtgebiet verabreicht. Das entspricht einem Anteil von knapp 50 Prozent der Bevölkerung, wobei zu berücksichtigen ist, dass Kinder unter 12 Jahren noch gar nicht und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren erst seit Montag geimpft werden dürfen. Aktuell werden Erstimpfungen allerdings fast ausschließlich von niedergelassenen Ärzten durchgeführt. Der Grund: „Alle bayerischen Impfzentren und damit natürlich auch wir in Landshut erhalten seit Wochen keinen Impfstoff mehr für Erstimpfungen. An dieser Situation wird sich leider bis mindestens zum Monatsende nichts ändern“, so Schindler. Die Impfzentren müssen sich daher bis auf Weiteres auf Zweitimpfungen beschränken, kommen damit aber zügig voran. Mittlerweile haben knapp 17.000 Landshuterinnen und Landshuter die bei den Vakzinen der Hersteller AstraZeneca, BioNTech-Pfizer und Moderna nötige zweite Dosis erhalten und sollten damit vollständigen Impfschutz genießen.

 

OB Putz ist mit diesen Fortschritten zwar zufrieden, fordert aber noch mehr Tempo. „Unser Ziel muss es sein, jedem Impfwilligen schnellstmöglich, spätestens aber bis zum Beginn der Sommerferien ein Impfangebot machen zu können. Dafür brauchen wir ausreichend Impfstoff, für dessen Beschaffung der Bund zuständig ist.“ Er baue darauf, dass die für die kommenden Wochen in Aussicht gestellten, hohen Liefermengen tatsächlich eingehalten und damit auch die Impfzentren versorgt werden, so Putz. „Denn wie wir jetzt sehen, sind die Impfungen der Schlüssel zur Beendigung der Pandemie – und damit zur ersehnten Rückkehr in ein normales Alltagsleben.“

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