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Stadt landshut
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Kinderfreundliche Kommune: Siegelübergabe und Familienfest

18.08.2022
Jugend/Bildung

Die Stadt Landshut ist am Donnerstag, 18. August, mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet worden. Die Verleihung, die durch den von „UNICEF Deutschland“ und dem „Deutschen Kinderhilfswerk“ getragenen Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ an OB Alexander Putz erfolgte, fand im Rahmen eines bunten Familienfestes auf der Mühleninsel statt.

Bildergalerie zum Familienfest auf der Mühleninsel anlässlich der Siegelübergabe

Die kleinen und großen Besucher erwartete ein buntes Rahmenprogramm: Kinderschminken, Hüpfburg, Kicker, Sprayeraktion für Jugendliche, Fotobox, Kamishibai-Theater, Musik, Tanz und vieles mehr. Außerdem wurden in einer Ausstellung die Maßnahmen des Aktionsplans präsentiert. Den Festakt mit Siegelübergabe eröffnete Oberbürgermeister Alexander Putz. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Heide-Rose Brückner, Senior-Consultant des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“. Auch die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Anne Lütkes, war dabei und ging in ihrem Grußwort auf das gemeinsame Vorhaben ein. Außerdem traten zwei Jugendliche rund um das Thema „Jugend- und Kinderrechte“ in einen Dialog mit der Moderatorin.

Mit der Siegelübergabe würdigt der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ den vom Stadtrat einstimmig beschlossenen „Aktionsplan“ der Stadt Landshut, der die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene zum Ziel hat. Der Aktionsplan beinhaltet eine Vielzahl an Maßnahmen, die die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort noch mehr stärken sollen – darunter neue Beteiligungsformate, um die Anliegen und Bedürfnisse junger Menschen zielgerichteter in kommunale Entscheidungen und Entwicklungen einbinden zu können. Der Erhalt des Siegels am Donnerstag bildet den Startschuss für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ zeichnet Städte und Gemeinden aus, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinder- und Jugendfreundlichkeit ausrichten und für die lokale Umsetzung der Kinderrechte verbindliche Ziele in einem Aktionsplan entwickeln. Die Stadt Landshut ist eine der aktuell über 40 bundesweit teilnehmenden Kommunen.
Im Herbst 2019 hat das Plenum auf Antrag der CSU und JL-BFL einstimmig beschlossen, sich dem vom Bundesfamilienministerium geförderten Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ anzuschließen. Mit der offiziellen beiderseitigen Unterzeichnung einer Vereinbarung durch Oberbürgermeister Alexander Putz und dem Verein im Februar 2020 wurde die Stadt Landshut in das Programm aufgenommen (wir berichteten).
Zwischenzeitlich wurden Bestandserhebungen und Umfragen gemacht sowie ämterübergreifend mit Unterstützung des Stadtjugendrings und Jugendvertretern ein Aktionsplan mit Maßnahmen erstellt, der kürzlich vom Stadtrat beschlossen wurde.

Mit der Siegelübergabe ist der nächste Meilenstein erreicht: Das Siegel, das für die folgenden drei Jahre vergeben wird, erkennt den Willen der Stadt Landshut zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck der Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Insgesamt läuft das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ vier Jahre und kann anschließend verlängert werden.



Zum Verein „Kinderfreundliche Kommunen“:
Seit zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der „Child Friendly Cities Initiative“. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Gruppenbild bei der Siegelübergabe
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