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Hofmusiktage-Jubiläum im Mai: Vorverkauf gestartet

24.01.2022
Kultur

Nach zweimaliger Verschiebung sollen die 20. Landshuter Hofmusiktage nun von 5. bis 15. Mai 2022 stattfinden. Der erneute Vorverkauf der Karten ist am Montag, 24. Januar, gestartet.

Am bequemsten ist es, die Karten über das Online-Ticketportal auf der Internetseite www.landshuter-hofmusiktage.com zu buchen. Doch auch im Verkehrsverein ist der Kartenkauf möglich. Das hat das Leitungsteam des Festivals, Altoberbürgermeister und Hofmusiktage-Vorsitzender Josef Deimer, künstlerischer Leiter Dr. Franzpeter Messmer und organisatorischer Leiter Michael Bragulla, am Freitag im Rathaus mitgeteilt. Wegen der weiter anhaltenden Corona-Pandemie müssen Musikfreunde und Organisatoren flexibel bleiben.

„Wir werden selbstverständlich alle im Mai notwendigen Maßnahmen durchführen, um die Gesundheit unseres Publikums zu schützen“, versicherte Bragulla, der als Stadtmarketingleiter für die Vorortorganisation verantwortlich ist. Aktuell gilt die Regel 2G-plus für Konzerte in Innenräumen. Wie dies im Mai sein wird, könne derzeit noch nicht sicher gesagt werden. „Hier ist ein hohes Maß an Flexibilität gefordert“, sagte Bragulla.

Ein kurzfristiges Reagieren auf die Corona-Entwicklung ist auch beim Kartenverkauf notwendig. So werden zunächst pro Konzert nur jeweils 25 Prozent der Karten angeboten. Sobald eine höhere Auslastung möglich ist, werden weitere Karten in den Verkauf gegeben. „Da 2020 eine beachtliche Menge an Karten nicht zurückgegeben wurde, ist derzeit der Bestand an verfügbaren Karten begrenzt, weshalb sich interessierte Musikliebhaberinnen und -liebhaber möglichst schnell entscheiden sollten“, betonte Bragulla.

Um eine Kontaktnachverfolgung gewährleisten zu können, müssen auch Karten für die kostenfreien Veranstaltungen (Führung im Kloster Seligenthal am 14. Mai, Messe der Landshuter Hofkapelle am 15. Mai und das Bayerische Jugendbarockorchester am 15. Mai) gebucht werden. Außerdem müssen wegen der Corona-Vorgaben die Sitzplatzbuchungen aufgehoben werden. Es gilt freie Platzwahl je Kategorie mit Unterstützung des Einweisungspersonals zur Einhaltung von Sicherheitsabständen.

Eine große Herausforderung ist die Finanzierung des Festivals, das nach den aktuellen Regeln nur mit einer Auslastung von 25 Prozent durchgeführt werden darf. „Ich hoffe, dass die derzeitigen Überlegungen der Staatsregierung zum Kulturleben in Bayern dazu führen, mehr Publikum zuzulassen“, sagte Deimer. Er dankte dem Freistaat, der Stadt Landshut und dem Verkehrsverein Landshut für die monetäre Unterstützung und freute sich, dass alle Sponsoren dem Festival treu geblieben sind. „Allerdings waren auch Sparmaßnahmen notwendig. So mussten die Workshops und die geplanten Kunstausstellungen gestrichen werden“, erklärte Deimer.

Das für 2020 geplante Programm kann trotz der zweijährigen Zwangspause fast eins zu eins realisiert werden. Mit Ausnahme des Konzerts von Ute Lemper, das aus Termingründen nicht verschoben werden konnte, werden alle Ensembles und fast alle Solisten auftreten. Anstelle von Vivica Genaux wird allerdings in „Gender Stories“ (7. Mai) Alice Lackner einspringen. Für den ebenfalls verhinderten Lawrence Zazzo wird noch ein Altist gesucht, der zu diesem Termin verfügbar ist. „Leider ist das Terminpuzzle ziemlich mühsam. Umso mehr freue ich mich, dass alle anderen Ensembles und Solisten im Mai nach Landshut kommen können“, kommentierte Messmer die Herausforderungen in Corona-Zeiten. Auch die Konzertsäle konnten bis auf eine Ausnahme beibehalten werden: Das Mittelalter-Folkrock-Konzert von „FuchsTeufelsWild“ (13. Mai) findet nicht in der Alten Kaserne, sondern im Rocket Club statt.

Das Motto der Landshuter Hofmusiktage 2020 „Frau Musica – Musik von, mit und über Frauen“ hat nach Messmers Einschätzung 2022 sogar noch an Aktualität gewonnen: „Gender-Gerechtigkeit ist eines der zentralen Themen der gegenwärtigen kulturellen Diskussion“, betonte er. „Bei den Landshuter Hofmusiktagen erklingt nicht nur die Musik von Komponistinnen aus ganz Europa wie Hildegard von Bingen oder Barbara Strozzi, sondern es wird auch an bedeutende Landshuter Frauen erinnert.“ In der Volkshochschule hält Ursula Weger einen Vortrag über „Berühmte Frauen in Landshut“, ein „Historischer Spaziergang“ folgt den Spuren bedeutender Landshuterinnen und bei einer Führung durch die Abtei Seligenthal wird deutlich, wie wichtig Frauenklöster für die kulturelle Entwicklung Europas waren und sind.

Insgesamt ist das Leitungsteam der Landshuter Hofmusiktage trotz aller Schwierigkeiten optimistisch: „Wir hoffen auf eine deutliche Verbesserung der Situation im Frühling, wenn die Omikron-Welle hoffentlich abgeflaut ist“, sagte Deimer. „Dann werden wir endlich das 20. Europäische Festival Alter Musik, das 2022 seinen 40. Jahrestag hat, feiern können.“

Foto zeigt - bei einer Pressekonferenz im Alten Plenarsaal des Rathauses: (von rechts) künstlerischer Leiter Dr. Franzpeter Messmer, Hofmusiktage-Vorsitzender Altoberbürgermeister Josef Deimer und organisatorischer Leiter Michael Bragulla.
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Freuen sich darauf, dass die 20. Hofmusiktage in diesem Jahr endlich stattfinden können (von rechts): künstlerischer Leiter Dr. Franzpeter Messmer, Hofmusiktage-Vorsitzender Altoberbürgermeister Josef Deimer und organisatorischer Leiter Michael Bragulla.