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Literaturtage: Erstes Wochenende im Zeichen der Tagebücher

28.10.2022
Kultur

Jetzt kommt der Lese-Herbst so richtig in Gang: Am Freitag, 4. November, beginnen die 21. Landshuter Literaturtage unter dem Motto „Die Seiten des Lebens“. Geboten sind über die Dauer von zwei Wochen unterhaltsame und abwechslungsreiche Lesungen, Gespräche und Erzähl-Matineen an einem Dutzend schöner Orte in Landshut.

„Die Literaturtage sollen Lust auf das Lesen, das Schreiben und das Erzählen machen. Um zu zeigen, wie schön und wie vielfältig das sein kann, haben wir zum einen viele bekannte Autorinnen und Autoren wie Willi Winkler, Verena Roßbacher, Bernhard Setzwein und den Sänger Christian Gerhaher nach Landshut eingeladen. Zum anderen werden mit Thomas Ecker, Lisa Gusel und Heidi Prax drei exzellente und beliebte Landshuter Literaturkenner und -interpreten zeigen, wie Bücher unser Leben bereichern können“, kündigt Uta Spies an, die als Kulturbeauftragte der Stadt für die Literaturtage verantwortlich ist.

Alle Veranstaltungen kreisen heuer um die verschiedensten Formen von Tagebüchern – private und literarische, aktuelle und historische sowie solche, welche die Grenzen des Genres gekonnt überschreiten. Wie groß die Bandbreite des diesjährigen Mottos ist, zeigt bereits das Programm des ersten Wochenendes vom 4. bis 6. November:

 

Freitag, 4. November

Doris Dörrie verführt zum Schreiben

Oberbürgermeister Alexander Putz wird am Freitag die Landshuter Literaturtage im Rathausprunksaal feierlich eröffnen. Doch anders als bisher üblich wurde heuer kein Referent eingeladen, der vertieft zum Literaturtage-Thema hinführt. Vielmehr soll Doris Dörrie, bekannte Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin, das Landshuter Publikum in die Leichtigkeit des Schreibens einführen. Basierend auf ihrem Buch „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“ hat sie für den Eröffnungsabend einen kurzweiligen Beitrag aus Anekdoten, Lesepartien und Schreibübungen vorbereitet. Das Publikum darf also neugierig sein auf diesen Abend, den Maria Reiter am Akkordeon begleitet.

Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Prunksaal im Rathaus der Stadt Landshut, Altstadt 315, statt. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung per E-Mail an kultur@landshut.de erforderlich.

 

"Authentische Einblicke in das Landshuter Alltagsleben im 19. Jahrhundert gewähren die Tagebücher des F.C. Krieger, die Christian Muggenthaler in sechs kurzen Podcasts umgesetzt hat. "
Authentische Einblicke in das Landshuter Alltagsleben im 19. Jahrhundert gewähren die Tagebücher des F.C. Krieger, die Christian Muggenthaler in sechs kurzen Podcasts umgesetzt hat.

Ab Samstag, 5. November

PODCAST Zeitreise: Mit den Tagebüchern des F.C. Krieger zurück ins Landshut des 19. Jahrhunderts

Im Stadtarchiv von Landshut wird ein wahrer Schatz für die Lokalgeschichte aufbewahrt: die Tagebücher des Franz Caspar Krieger. Von 1821 bis 1872 hat der Kaufmann aus der Landshuter Schirmgasse die für ihn wichtigsten Erlebnisse in rund 50 Notizbüchlein handschriftlich festgehalten. Für die Landshuter Literaturtage hat Christian Muggenthaler diese Tagebücher in sechs Podcasts in konzentrierter Form und nach Themen aufbereitet. Die Themen sind: „Freundschaft und Gesellschaft“, „Essen und Trinken“, „Bürger und Soldat“, „Kirche und Glaube“, „Kultur und Natur“ sowie „Mann und Frau“.

Zu hören sind die sechs Podcasts von Samstag, 5. November, bis Samstag, 31. Dezember, kostenlos auf der Internetseite der Landshuter Literaturtage unter www.landshuter-literaturtage.de. Die Sprecher sind Moritz Katzmair und Philipp Seidel.

 

 

 

 

Sonntag, 6. November

Die Hitler-Tagebücher – Thriller-Solo von und mit Thomas Ecker

Der Landshuter Autor und Regisseur Thomas Ecker ist mit vielen Talenten gesegnet. Dass er ein begnadeter Erzähler ist, hat er unter anderem bei den letzten Literaturtagen bewiesen, als er für einen Podcast den Science-Fiction-Klassiker „Die Zeitmaschine“ nacherzählte und dabei die Handlung nach Landshut versetzte. Mindestens so spannend ist der Stoff, den sich Ecker heuer für sein Solo-Erzähl-Programm ausgewählt hat: die Affäre um die gefälschten Hitler-Tagebücher bzw. ein dreister Fälscher, ein Enthüllungsjournalist, mysteriöse Sammler von NS-Devotionalien und ein Nachrichtenmagazin mit der Chance auf die Story des Jahrhunderts.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und findet im Salzstadel, Steckengasse 308, statt. Der Eintritt kostet acht Euro, Tickets gibt es in der Tourist-Info im Rathaus, Altstadt 315, online auf www.landshuter-literaturtage.de und eine Stunde vor der Veranstaltung an der Kasse.

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Autorin Doris Dörrie (rechts) liest, erzählt und lädt das Publikum am Eröffnungsabend der Landshuter Literaturtage im Prunksaal des Rathauses zum Schreiben ein.  Der Landshuter Autor Thomas Ecker (links) ist am Sonntag, 6. November, in einem Thriller-Solo rund um die gefälschten Hitler-Tagebücher zu erleben. Fotos: Constantin Film Verleih GmbH/Dieter Mayr/Christine Ecker