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Sanierungsstelle

Landshut Panorama Blick von Burg aus

Die Sanierungsstelle ist ein Sachgebiet innerhalb des Referats V/Baureferat und ist unmittelbar der Referatsleitung zugeordnet. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf Belange der Städtebauförderung und des besonderen Städtebaurechts. Hierzu gehören sämtliche Verfahren in Bezug auf bestehende oder neu auszuweisende Sanierungsgebiete. Solche sind nach dem Baugesetzbuch festzulegen, wenn durch sogenannte "Vorbereitenden Untersuchungen" städtebauliche Missstände belegt werden und nicht zu erwarten ist, dass ein Gebiet sich "aus eigener Kraft" regeneriert. Die in Sanierungsgebieten erforderlichen Anträge auf sanierungsrechtliche Genehmigung für bestimmte Rechtsvorgänge werden ebenfalls von der Sanierungsstelle bearbeitet.

Die Akquise von Städtebaufördermitteln für Maßnahmen der öffentlichen Hand obliegt der Sanierungsstelle ebenso wie der Themenkomplex der erhöhten steuerlichen Abschreibung für bestimmte Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in Sanierungsgebieten.


Zu den weiteren Aufgaben gehört auch die Ergänzung und Erweiterung des Stadtmodells im Rathaus I/Altstadt. Dieses detailgetreue Modell der historischen Innenstadt im Maßstab 1 : 333 inklusive Martinskirche und Burg Trausnitz stellt auch eine wichtige Arbeitsgrundlage für Planer, Verwaltung und Stadtrat dar. Neubauprojekte im denkmalgeschützten Ensemble der Kernstadt können jederzeit als Massenmodell eingebaut, mit dem Bestand verglichen und auf Einfügung der Kubatur in das historisch gewachsene Gefüge und die Dachlandschaft hin überprüft werden. Im Sanierungsgebiet Nikola nimmt die Sanierungsstelle im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Teil II, Soziale Stadt, die Projektsteuerung wahr. Mit dem Quartiersmanagement, das als Bindeglied zwischen Quartiersbewohner und Verwaltung fungiert, arbeitet die Sanierungsstelle eng zusammen.

Downloads genehmigungspflichtige Rechtsvorgänge

Downloads Unterlagen zu § 7h EStG/erhöhten Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten & Entwicklungsbereichen

Sanierungsgebiete im Bereich der Altstadt

Das Foto zeigt mit Altstadt, Neustadt und Gassen einen Ausschnitt aus dem räumlichen Umgriff des Sanierungsgebiets "Innenstadt". Foto: Klaus Leidorf

Das Foto zeigt mit Altstadt, Neustadt und Gassen einen Ausschnitt aus dem räumlichen Umgriff des Sanierungsgebiets "Innenstadt". Foto: Klaus Leidorf

Sanierungsgebiet Ia "Malzfabrik"
Zwischen 1978 und 1981 wurden Untersuchungen durchgeführt, die 1981 zur Ausweisung des Sanierungsgebiets Ia "Malzfabrik" führten. Es liegt in der historischen Innenstadt am Fuß des Hofgartens und grenzt an die Freyung an. Die Schwerpunkte der Sanierung liegen in der Aufwertung des Wohnumfeldes, der Verbesserung der Freiraumstrukturen sowie dem Ausbau des Fußwegenetzes. Mit dem Erwerb und Abbruch der ehemaligen Malzfabrik konnte eines der wichtigsten Ziele, nämlich die Entfernung eines Gewerbebetriebes mit störender, innenstadtfremder Nutzung sowie die Anlage einer öffentlichen Grünfläche verwirklicht werden. In den nächsten Jahren soll das ehemalige Franziskanerkloster saniert werden sowie ein Stadtmuseum eingerichtet werden.

Sanierungsgebiet II "Marienplatz - Freyung"
Das Sanierungsgebiet II liegt im Osten der historischen Innenstadt und wurde im Januar 2000 förmlich festgelegt. Zu den Sanierungszielen gehören unter anderem die Freihaltung und Sanierung der Stadtmauer, die Verbesserung der städtischen Freiflächen sowie die Wohnumfeldverbesserung.

Sanierungsgebiet III "Mühleninsel - Fischergasse"
Das Sanierungsgebiet III, förmlich festgelegt im Februar 1976, umfasst die gesamte Mühleninsel, einen Teil der Isar mit Promenade sowie den Postplatz und die Hl.-Geist-Kirche. Die Sanierungsziele sind erreicht, so dass das Sanierungsgebiet demnächst aufgehoben werden kann. Durch die Auslagerung einer Großmühle sowie eines Eisenwaren- und Sanitärgroßhandels konnte auf dem Areal der Mühleninsel eine große öffentliche Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Weitere wichtige Sanierungsziele waren die Errichtung eines Parkhauses, der Neubau eines Kraftwerks (Ludwigswehr), die Errichtung von Stegen und Brücken, der Ausbau einer Altenbegegnungsstätte im Heilig-Geist-Spital sowie die Sanierung des Röcklturms, eines gotischen Stadels und der Heilig-Geist-Kirche.

Sanierungsgebiet IV "Rathaus - Steckengasse"
Das Sanierungsgebiet IV lag im Bereich des historischen Stadtkerns und wurde 2013 aufgehoben. Zu den realisierten Sanierungszielen gehören unter anderem der Umbau und Sanierung des Rathauses und des Salzstadels, die Neugestaltung von Straßenräumen, der Neubau einer Tiefgarage sowie der Durchgang von der Taubengasse zur Grasgasse.

Sanierungsgebiet V "An der Bauhofstraße"
Das Sanierungsgebiet V wurde im Jahr 1993 festgelegt und 2009 aufgehoben. Der Bereich des ehemaligen Bauhofgeländes befand sich am nördlichen Rand der historischen Innenstadt. Vor Beginn der städtebaulichen Neuordnung stellte sich der Bereich als intensiv genutzte Lager- und Produktionsstätte dar. Mit Hilfe der Städtebauförderung konnte insbesondere der Bauhof der Stadt Landshut verlagert werden. Auch die Neugestaltung des Bischof-Sailer-Platzes und des Alten Viehmarkts und die Schaffung einer Grünfläche am Maxwehr trugen zu einer Aufwertung des Gebiets bei. Durch die Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs wurde zwischen 1988 und 2006 ein modernes und attraktives Quartier geschaffen, das sich gut an die Stadt anschließt.

Sanierungsgebiet Va "Am Orbankai"
Das Quartier liegt im Norden des historischen Stadtkerns und wurde 1995 förmlich festgelegt. Zu den wichtigsten bisher durchgeführten Maßnahmen gehören die Sanierung der Rochuskapelle und des Rottenkolberstadels. Auch das Gebäude Am Orbankai 3, in welchem jetzt das Haus International untergebracht ist, wurde mit Unterstützung der Städtebauförderung saniert. In der Rochuskapelle finden Ausstellungen statt, der Rottenkolberstadel dient dem Kleinen Theater als Spielstätte.

Sanierungsgebiet VI "Herrngasse/Hl.-Geist-Gasse"
Das Sanierungsgebiet VI wurde 2007 förmlich festgelegt und liegt am nördlichen Ende der historischen Innenstadt. Zu den Zielen des Sanierungsgebietes gehören unter anderem die Sanierung der vorhandenen Bausubstanz, die Wohnumfeldverbesserung durch Freilegen historischer Hofstrukturen, die Aufwertung des öffentlichen Raums sowie die Schaffung eines kleinen Quartierplatzes. Mit dem Erwerb und Abriss des Roxy-Kino-Komplexes wurde der Grundstein gelegt für eine nachhaltige Neustrukturierung des Areals. Mit der neu geschaffenen Wegeverbindung von der Heilig-Geist-Gasse zur Heilig-Geist-Kirche besteht ein durchgängiges Fußwegenetz von St. Martin bis Heilig-Geist parallel zu Altstadt und Neustadt.

Sanierungsgebiet VII "Am Ländtorplatz"
Das Sanierungsgebiet VII liegt am westlichen Rand der Innenstadt und wurde 1992 förmlich festgelegt. Zu den durchgeführten Maßnahmen zählen der Umbau und die Sanierung des ehemaligen Krankenhauses zur VHS, die Sanierung des Ländtors, die Neugestaltung des Ländtorplatzes sowie des Bernlochnervorplatzes. Auch die Sanierung des Bernlochnerkomplexes mit Redoutensaal gehört zu den erreichten Zielen.

Sanierungsgebiet VIII "Wittstraße"
Nach dem Beschluss über die Einleitung von vorbereitenden Untersuchungen im Jahr 2001 wurde das Sanierungsgebiet VIII 2004 förmlich festgelegt. Es umfasst einen Teilbereich der Wittstraße und grenzt unmittelbar an das Sanierungsgebiet VII "Am Ländtorplatz" an. Gemäß den Zielen der vorbereitenden Untersuchungen soll neben der baulichen Neuordnung die Vernetzung des Gebietes mit den angrenzenden Bereichen im Hinblick auf Grünstrukturen, Fuß- und Radwegeverbindungen gestärkt sowie die Verkehrssituation an der Wittstraße optimiert werden.

Sanierungsgebiet "Innenstadt"
Gemäß Baugesetzbuch (§ 141) sind im Vorfeld einer förmlichen Sanierungsgebietsfestlegung sogenannte "Vorbereitende Untersuchungen" zu veranlassen, um Beurteilungsgrundlagen zu gewinnen. Die 2010 vom Büro Identität + Image durchgeführte Mediation "Innenstadt" mit Teilnehmern aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen war ein Baustein innerhalb dieses Prozesses und verhalf zu Einblicken in Ziele, Vorstellungen und Anregungen der verschiedenen Interessensgruppierungen im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Innenstadtentwicklung.

Die von der Arbeitsgemeinschaft FIRU mbh (Stadtplanung) und Dr. Schober GmbH (Landschaftsplanung) unter Bezugnahme auf die Mediationsergebnisse durchgeführten "Vorbereitenden Untersuchungen" stellten im Ergebnis gestreute städtebauliche Missstände fest, welche die Ausweisung eines Sanierungsgebietes rechtfertigen. Handlungsschwerpunkte finden sich in den Bereichen Altstadt, Neustadt, Gassen, Nahensteig, Ländtorplatz, Alte JVA, Regierungsplatz, Dreifaltigkeitsplatz, Innere Münchner Straße, Loretokloster, Freyung, Mühleninsel/Zwischenbrücken. Insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Förderkulisse "Städtebaulicher Denkmalschutz" bot sich die Ausweisung eines großflächigen Sanierungsgebietes an. In Sanierungsgebieten können nicht nur Maßnahmen im öffentlichen Raum gefördert werden, auch Haus- oder Wohnungseigentümer können durch die Möglichkeit der erhöhten steuerlichen Abschreibung nach § 7h EStG für erhaltenswerte Gebäude profitieren. Mit Bausenatsbeschluss vom 26.4.13 und Plenarbeschluss vom 17.5.13 wurde die Festlegung des Sanierungsgebietes "Innenstadt" beschlossen. Die Bekanntmachung erfolgte im Amtsblatt der Stadt Landshut vom 3.6.2013.

Hinweis: Im neuen Sanierungsgebiet "Innenstadt" entfällt der Grundbucheintrag wegen des Verzichts auf die Genehmigungspflicht nach § 144 Abs. 2 BauGB.

Sämtliche Vorhaben nach § 144 Abs. 1 Nr. 1 BauGB (alle Voranfragen, Bauvorhaben, Nutzungsänderungen) erfordern neben der bauordnungsrechtlichen eine eigenständige (kostenfreie) sanierungsrechtliche Genehmigung.

Mit einer Allgemeinverfügung wurden im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet "Innenstadt" die Genehmigungen für Vorhaben und Rechtsvorgänge nach § 144 Abs. 1 Nr. 2 (Vereinbarungen, durch die ein schuldrechtliches Vertragsverhältnis über den Gebrauch oder die Nutzung eines Grundstücks, Gebäudes oder Gebäudeteils auf bestimmte Zeit von mehr als einem Jahr eingegangen oder verlängert wird) allgemein erteilt. Ein Antrag auf sanierungsrechtliche Genehmigung muss hier in diesen Fällen nicht gestellt werden.

Pläne der Sanierungsgebiete im Stadtplan

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Sanierungsgebiet Nikola

Die Stadt Landshut wurde 1999 mit dem Stadtteil Nikola in das Bund-Länder-Städte-bauförderungsprogramm Teil II, Soziale Stadt aufgenommen.

Die Förderung im Programm "Soziale Stadt" teilt sich auf in 60% Regierung und 40% Stadt. Zuwendungsempfänger ist stets die Kommune. Sie beteiligt sich somit an sämtlichen Fördermaßnahmen mit einem Eigenanteil von 40%. Ziel der Städtebauförderung ist es insbesondere, städtebauliche Missstände und Mängel zu beheben, die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern sowie eine nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung zu verwirklichen.

1. Allgemeines zum Stadtteil Nikola
Der Stadtteil Nikola liegt im Norden der mittelalterlichen Kernstadt zwischen dem übergeordneten Grünzug Flutmulde, der Kleinen Isar und der Luitpoldstraße. Nikola ist ein altstadtnahes Stadterweiterungsgebiet des 19. und 20. Jahrhunderts mit guter Infrastrukturversorgung. Im West- und im Ostteil überwiegen Wohnbauflächen, die Mitte von Nikola ist als Mischgebiet ausgewiesen.

Die zahlreichen öffentlichen Einrichtungen im Nikolaviertel haben eine wichtige Funktion für die Gesamtstadt (Schulanlagen in Seligenthal, Nikolaschule, Berufsschule, Rathaus II, Arbeitsamt, Kirchen). Die Grünzüge von Flutmulde und Stadtpark werten das Quartier auf; ebenso seine gute Anbindung an Innenstadt, Bahnhof usw.

Städtebaulich stellt sich der Stadtteil Nikola heute als sehr heterogener Bereich dar. Es finden sich gründerzeitliche Stadtvillen und erhaltenswerte Denkmäler ebenso wie Geschosswohnungsbau und Flachdachbauten der 60er und 70er Jahre mit bis zu neun Geschossen.

2. Nikola als Sanierungsgebiet
Der Stadtteil Nikola profitiert von seiner Lagegunst. Sowohl der Bahnhof als auch das Zentrum der Stadt kann bequem zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Eine zunehmende bauliche Verdichtung in der Vergangenheit und starke Durchgangsverkehre, insbesondere auf den großen Stadtachsen, waren mit ein Grund für den Sanierungsbedarf des Viertels. Hinzu kommen unzureichende Grün- und Freiflächen, sanierungsbedürftige Bausubstanz, ein über dem Durchschnitt liegender Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund sowie mangelnde Freizeit- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche (Der 2010 fertig gestellte Park und Spielplatz neben der sogenannten "Römervilla" wurde mit Städtebaufördermitteln vor diesem Hintergrund erstellt).
Die durchgeführten Vorbereitenden Untersuchungen für Nikola aus dem Jahr 1996 stellen eine wichtige stadtplanerische Grundlage dar.
2001 wurde der ganze Stadtteil Nikola als Sanierungsgebiet festgelegt. Man hat sich bewusst für die Ausweisung dieses sehr großen Gebietes (fast 150 Hektar) entschieden, da sich das Programm "Soziale Stadt" bis 2012 nicht nur auf bauliche und verkehrstechnische Missstände beschränkte, sondern auch soziale Maßnahmen förderte (zum Beispiel Integrationskurse...).
Die Vorbereitenden Untersuchungen wurden 2002 durch soziale und wirtschaftliche Aspekte ergänzt. Zur erneuten Aktualisierung dieser Datenlage führte die Hochschule Landshut im Juli 2009 mit Studenten des Studiengangs Soziale Arbeit eine aktivierende Bürgerbefragung im Rahmen einer Projektgruppenarbeit durch. Auch wenn die Umfrage nicht als repräsentativ gewertet werden kann, stellten sich die Identifikation der befragten Bürger mit ihrem Stadtteil und die Zufriedenheit mit der Wohn- und allgemeinen Lebenssituation insgesamt relativ hoch dar. An den Verkehrsverhältnissen, dem Zustand des öffentlichen Raums und den damit verbundenen negativen Umwelteinflüssen (Lärmbelästigung und Luftverschmutzung) wurde indes Kritik geübt.

3. Ziele der Stadterneuerung in Nikola:
a) Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse der Stadtteilbewohner
b) Soziale Maßnahmen (zum Beispiel Teilnahme am Modellvorhaben "Kooperationen" von 2007 bis einschließlich 2012, Stadtteilfeste, Bürgerengagement)
c) Maßnahmen zur Imageverbesserung

4. Quartiersmanagement
Das Spezial-Programm "Soziale Stadt" erfordert die Installation eines sogenannten "Quartiersmanagements". Dieses soll sich vor Ort der Belange des Viertels annehmen und als Vermittler zwischen Quartiersbewohner und Verwaltung fungieren. Das Büro der Quartiersmanagerin Ele Schöfthaler liegt zentral in der Seligenthaler Straße 26 am Kennedyplatz und ist für alle Bewohner des Viertels Anlaufstelle und beliebter Treffpunkt. Als Bindeglied zwischen Bürger und Verwaltung/Politik kann sie durch ihren näheren und direkten Kontakt mit den Bewohnern deren Bedürfnisse, Probleme usw. leichter erfassen und weitertragen. Die Öffentlichkeitsarbeit in den Medien über positive Veränderungen, Aktivitäten und mehr aus dem Stadtteil gehört ebenfalls zu ihren Handlungsfeldern.

Schöfthaler nimmt ihre Aufgabe freiberuflich im Auftrag der Stadt war. Sie führte mit dem Hinterhoftag und dem Projekt "Häuser erzählen" Veranstaltungen ein, die schöne und ungewohnte Einblicke in das Nikola-Viertel ermöglichten. Ein gemeinsames Projekt des Quartiermanagements, der Mittelschule Nikola und des Bunds Naturschutz ist die generationenfreundliche Umgestaltung eines bisher wenig gepflegten Miniparks hinter der Klostermauer - "Träumen am Bach". Auch der Ausbau der flexiblen Kinderbetreuung am Kennedyplatz wird von der Quartiersmanagerin, die gleichzeitig ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins ZAK ist, unterstützt. Die Freifläche neben dem alten Gesundheitsamt in der Seligenthaler Straße dient als Spielfläche für die Kinder aus den "Kindernestern".

5. Arbeitsgruppen
Eine weitere Besonderheit des Programms "Soziale Stadt" ist die Förderung des Bürgerengagements. Ziel des Programms ist letztendlich eine Verstetigung; nach Aufhebung der Sanierungssatzung sollen sich gefestigte Strukturen aus der Bürgerschaft weiterhin selbstständig und in Eigeninitiative für die Belange ihres Stadtteils engagieren.
Es gibt aktuell zwei Arbeitsgruppen:

AG 1 "Verkehr, Freiflächen und Vegetation"
Sprecher: Wilhelm Forster, Mailadresse

AG 3 "Bildung, Kultur, Jugend"
Sprecher: Ulrich Theising, Mailadresse 
Vertreter: Christiane Vogel, Mailadresse

Die Arbeitsgruppen bieten auf einer eigenen Homepage (nikolaviertel.de/soziale-stadt-nikola) Einblicke in ihr Quartier "Nikola".

6. Quartiersbeirat
Im "Quartiersbeirat" treffen sich Vertreter aus Politik und Verwaltung mit den Arbeitsgruppensprechern und der Quartiersmanagerin zum Dialog über Arbeit, Ziele, laufende Prozesse etc. Das Gremium tagt etwa einmal pro Quartal.

 

Plan Sanierungsgebiet "Nikola"

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Neugeordnete Neustadt

Die "neue " Neustadt

Nach einer Vergangenheit im Schatten der Altstadt präsentiert sich die Neustadt heute selbstbewusst und attraktiv. Im jahrelangen Diskussionsprozess um eine Anpassung des Straßenraums an zeitgemäße Bedürfnisse bot sich mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes und der Sanierung vorhandener Versorgungsleitungen eine gleichzeitige Umgestaltung der Neustadt an.

2014 begann im Auftrag der Stadtwerke Landshut die Leitungsverlegung in den Gassen in der Neustadt. Archäologische Untersuchungen begleiteten die Maßnahme. Im Anschluss erfolgte unter Federführung des Baureferats/Tiefbauamt die Neuordnung von Querschnitt, Entwässerung und Oberfläche. Dabei wurden die Gehwege verbreitert und die Fahrbahn verschmälert. Eine beidseitig angelagerte Zone ermöglicht neben Parken auch gastronomische Nutzung oder die Aufstellung kommunikativer Sitzgruppen. Mobiles Grün grenzt Funktionsbereiche ab und setzt Akzente. Bodenindikatoren und ein höhengleicher Straßenquerschnitt gewährleisten Barrierefreiheit, der neue Fahrbahnbelag aus geschnittenem Granit ist lärmmindernd und gut begeh- und befahrbar.

Die Neuordnung des Straßenraums Neustadt wurde mit Mitteln des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms "Städtebaulicher Denkmalschutz" gefördert.

Die Neue Neustadt ist

  • klimafreundlich

Zahlreiche Anlieger nahmen die Möglichkeit zum Anschluss an das Fernwärmenetz wahr. Die Investitionen der Stadtwerke in die  Infrastruktur zugunsten der erneuerbaren Energie dienen dem Klimaschutz, der Nachhaltigkeit und der Versorgungssicherheit im Zentrum der historischen Stadt. Im Zuge der Fernwärmeverlegung wurden zusätzlich zahlreiche bestehende Leitungen saniert.

  • multifunktional

Das vom Baureferat erarbeitete Zonierungskonzept zur Neustadt veränderte die alte Straßenraumaufteilung unter der Prämisse einer flexiblen Nutzbarkeit. Ausgehend von einer Reduzierung der Fahrbahnbreite auf circa 7 Meter und beidseitig angelagerter Funktionsfläche in einer Tiefe von circa 5,50 Meter, die sowohl Parken ermöglicht als auch gänzlich dem Fußgängerbereich zugeschlagen oder alternativ mit Freischankflächen belegt werden kann, resultiert eine Verbreiterung der Gehwege um bis zu 2 Meter. Ein höhengleicher Ausbau mittels Absenkung des Gehsteighochbords eröffnet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten des großzügigen Straßenzugs. Zusätzliche Unterfluranschlüsse ermöglichen eine Erweiterung des Marktes. Der Bereich um das Kriegerdenkmal wirkt durch die Beseitigung der Steinpoller und Auflösung von Parkplätzen großzügig und platzartig.

  • barrierefrei

Neben dem weitgehend niveaugleichen Straßenraumprofil dienen Bodenindikatoren der Barrierefreiheit. Mit akustischen Signalen ausgestattete Lichtsignalanlagen und ein taktiles Leitsystem aus Rillensteinen und Aufmerksamkeitsfeldern im Bodenbelag erleichtern Sehbehinderten und Blinden die selbstständige Orientierung. Damit wird der Straßenraum der Neuen Neustadt den aktuellen Forderungen der Behinderten- und Seniorenverbände sowie der Zielsetzung der Bayerischen Staatsregierung auf Barrierefreiheit im öffentlichen Raum gerecht.

  • einladend und kommunikativ

Die Gehsteigverbreiterung lädt ein zum Flanieren, führt zu einer Erhöhung der Attraktivität vor den Geschäftsbereichen und ermöglicht die Aufstellung von mobilem Grün und von Bänken zum Verweilen. Im Verbund mit der Multifunktionszone können Freischankflächen vor gastronomischen Betrieben in größerem Umfang und somit wirksamer für den Straßenzug angeordnet werden. Der Verkehrsfluss wird durch die Fahrbahnverengung gehemmt zur Verminderung des Durchgangsverkehrs.

  • nutzerfreundlich

Als Fahrbahnbelag wurde anstelle des bisherigen Kopfsteinpflasters geschnittener Granitgroßstein aus dem Bayerischen Wald eingebaut. "Neues barrierefreies Pflaster in der Neustadt"Neben der guten Begeh- und Befahrbarkeit werden die Abrollgeräusche des Verkehrs merklich gemindert. Optisch fügt sich die Sortierung mit Gelbanteilen und punktuell eingestreutem dunklem Stein harmonisch in das Gesamtgefüge ein. Die Parkstreifen als multifunktionale Flächen sind wie bisher in Granitkleinstein ausgeführt, die Gehwege in rotem Innenstadt-typischen Klinker. Die Fußgängerquerungen an den Einmündungen der Gassen in geschnittenem Granitkleinstein dokumentieren den gewünschten Vorrang der Passanten und fördern die Sicherheit. Die geschnittene Version des Kleinsteinpflasters dämpft zudem Verkehrsgeräusche.

  • erhellt

Zweireihig angeordnete formschöne Iguzzini-Leuchten ersetzen die bisher mittig angebrachten wuchtigen Kofferleuchten und erhellen Straßenraum und Fassaden mit moderner LED-Technik. Bei der Anordnung wurde dem Aspekt der Vermeidung von Blendwirkung große Bedeutung beigemessen.

    Öffnungszeiten

    Öffnungszeiten
  • Mo.-Fr.

    08:00 - 12:00 Uhr