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Radverkehr

Landshut ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern, kurz AGFK-Bayern. Ziel ist durch konkrete Projekte und Aktionen vor allem den Radverkehrsanteil als Teil einer umweltfreundlichen Nahmobilität vor Ort zu erhöhen. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau von Radwegen und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer.

Aktuelles

Nikolastraße, Papiererstraße und Schützenstraße werden zur Fahrradstraße"Bild einer Fahrradstraße mt Markierung und Schild und Button Neu"

Landshut hat einen weiteren Schritt in Richtung Fahrradfreundlichkeit unternommen. Dafür sind in der Nikolastraße, Papiererstraße und Schützenstraße jeweils eine Fahrradstraße angeordnet worden, um diese für den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen. Dies betrifft den Straßenzug Nikolastraße-Papiererstraße in gesamter Länge, ausgenommen ist lediglich der Abschnitt der Kreuzung Johannisstraße/Rennweg bis zum Hammerbach. In der Schützenstraße betrifft es den Abschnitt vom Westportal des Hauptfriedhofs bis zur Marschallstraße.

 

Was ist eine Fahrradstraße?

Fahrradstraßen werden dort eingerichtet, wo viel Radverkehr vorhanden ist, erwartet wird oder gebündelt werden soll. Eine Fahrradstraße ist den Radfahrenden vorbehalten.

Die Fahrradstraße ist mit einem quadratischen weißen Schild mit einem Fahrrad und der Aufschrift „Fahrradstraße“ sowie entsprechenden Symbolen auf der Fahrbahn gekennzeichnet. Das Ende der Fahrradstraße signalisiert ein ähnliches schwarz-weißes, durchgestrichenes Schild. In allen drei neu ausgewiesenen Fahrradstraßen ist der Kfz-Verkehr durch entsprechende Zusatzzeichen weiterhin wie bisher zugelassen, sodass es zu keinen Einschränkungen kommt. In der Schützenstraße entlang des Hauptfriedhofs bleibt es beim Durchfahrtsverbot für Kfz schwerer zwei Tonnen mit Anlieger frei. Die Parkmöglichkeiten im Straßenraum der drei neuen Fahrradstraßen bleiben ebenso komplett erhalten. In der Nikolastraße und in der Papiererstraße werden zur Sicherheit für die Radfahrer Sicherheitstrennstreifen zu den parkenden Fahrzeugen markiert.

Warum eine Fahrradstraße?

Landshut hat 2020 beschlossen, den Radverkehrsanteil von 28  auf 35  Prozent bis 2030 zu steigern. Durch Fahrradstraßen können attraktive Verbindungen für den Radverkehr geschaffen werden - so kommen Radfahrende schneller und sicherer zum Ziel. Die Nikolastraße, Papiererstraße und Schützenstraße sind wichtige Hauptverbindung im Radverkehrsnetz in Landshut. Dieser Tatsache trägt die Neuregelung nun Rechnung.

Welche Regeln gelten?

In Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und alle Verkehrsteilnehmer müssen ihre Geschwindigkeit an die der Radlerinnen und Radler anpassen. In der Nikolastraße, Papiererstraße und Schützenstraße sind Kfz weiterhin wie bisher zugelassen. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Radfahrende dürfen nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. Andere Fahrzeuge dürfen Fahrradfahrer zwar überholen, müssen aber auch hier mindestens 1,5 Meter Abstand halten. An Kreuzungen und Einmündungen gilt nach wie vor die Vorfahrtsregel rechts vor links, wenn es nicht anders geregelt ist. Die Parkplätze bleiben bestehen.

Die Vorteile für Radfahrende

Radfahren wird in den neuen Fahrradstraßen sicherer und stressfreier. Radfahrende dürfen nebeneinander fahren und damit steigen die Kommunikationsmöglichkeiten. Auch für Anwohner bedeuten die niedrigeren Geschwindigkeiten mehr Sicherheit und weniger Verkehrslärm. „Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt der Radverkehrsförderung. Gleichzeitig werden wir die Entwicklung des Radverkehrs und des Autoverkehrs in den neuen Fahrradstraßen im kommenden Jahr genau beobachten, und über die Erfahrungen dem Stadtrat berichten.“ stellt Magnus Stadler, Verkehrsplaner der Stadt fest.

Radverkehrskonzept 2020

Der Klimawandel und das starke Wachstum in Stadt und Region Landshut werden in den kommenden Jahren auch auf unsere innerstädtische Mobilität Einfluss nehmen. Diesen Herausforderungen muss auf mehreren Ebenen begegnet werden. Viele positive Beispiele aus Städten wie das oft zitierte Kopenhagen zeigen, dass die negativen Auswirkungen des Verkehrswachstums von mehr Staus, Unfällen, Lärm, CO2- und Schadstoffausstoß nur durch die Verkehrsmittel des Umweltverbunds effektiv eingedämmt werden können. Eine aktive Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel, des Radfahrens und der kurzen Wege zu Fuß wird von den Bürgern unterstützt.

Die Förderung des Radverkehrs in Landshut wurde in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl von Kampagnen und Aktionen im Zusammenspiel zwischen Stadt, Verbänden und aktiven Bürgern vorangetrieben:

  • Teilnahme am jährlich stattfindenden internationalen Klima-Bündnis Wettbewerb STADTRADELN
  • jährlich stattfindende Fahrradaktionstage unter anderem mit Bürgergesprächen, Podiumsdiskussionen, Fachvorträgen
  • Netzwerktreffen Mobilität für Unternehmen, Behörden und Betriebe
  • Pedelec-Testwochen
  • Radrouten-Checks mit Bürgern
  • Radlnacht und viele weiter Aktionen und Services für Bürger wie Radlplan, Lichtchecks, RADar-Meldeplattform, etc.

Ebenso wichtig für einen attraktiven und sicheren Radverkehr in Landshut ist der Ausbau der Radinfrastruktur. Dafür wurde 2014 ein umfassendes Radverkehrskonzept erstellt und vorgelegt. Auf dessen Basis konnten mehrere Ausbaumaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Zwischenzeitlich wurde die Stadt Landshut von der AGFK-Bayern 2016 als fahrradfreundliche Kommune bewertet und ausgezeichnet. Die AGFK-Bayern würdigte den eingeschlagenen Weg der Radverkehrsförderung. Sie betonte aber auch, dass weiterhin mehr Anstrengungen für den Radverkehr in Landshut unternommen werden müssen.

In den vergangenen Monaten wurde das Radverkehrskonzept fortgeschrieben und zunächst im Arbeitskreis Radverkehr des Mobilitätsforums abgestimmt. Den Kern des Radverkehrskonzepts 2020 bildet der Maßnahmenplan mit der Beschreibung der Schwachstellen und den zugehörigen Lösungsansätzen, der  in den kommenden Jahren umzusetzen ist. Auf der Homepage der Stadt Landshut kann der aktuelle Stand des Radverkehrskonzeptes 2020 eingesehen werden.

Weitere Wünsche und Anregungen in Bezug auf unsere Radinfrastruktur nehmen wir gerne entgegen.

Radschnellverbindung im Landshuter Osten

Die Stadtteil-Radroute zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen im Osten Schönbrunn und Auloh wurde durch mehrere Maßnahmen deutlich verbessert und ausgebaut:

  • Isarradweg parallel zur Schützenstraße verbreitert, mit Beleuchtung und mit fahrradfreundlichem, wasserdurchlässigem Belag
  • Radweg-Lückenschluss zwischen Isarradweg und Radweg in Kasernenmitte
  • Radschnellweg zwischen Messe und Hochschule
  • Beschilderung der kompletten Stadtteil-Radroute

"Karte Radschnellverbindung Landshuter Osten"

Radrouten

Zur Orientierung mit dem Rad in Landshut und den Nachbargemeinden gibt das Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Marketing und Tourismus, dem Sachgebiet Geoinformation des Baureferats und dem Landratsamt Landshut den "Landshuter Radlplan" heraus. Der aktuelle Radlplan enthält alle Radwege und die Stadtteil-Radrouten im städtischen Verkehrsnetz. Entlang der Stadtteil-Radrouten sind individuelle Ziele und öffentliche Einrichtungen im Stadtgebiet zügig, sicher und komfortabel erreichbar.

Sie erhalten den Radlplan kostenlos beim Verkehrsverein (Altstadt 315), im Rathaus II (Luitpoldstraße 29) oder im Landratsamt.

E-Lastenrad Gabriel

Ein E-Lastenrad stellt eine optimale Alternative zum eigenen Auto oder Zweitwagen dar.

Für alle Bürger und Besucher der Stadt Landshut, die diese Form der Mobilität kostenfrei ausprobieren möchten, steht das städtische Lastenrad GABRIEL im Rathaus bereit.

Nutzen Sie es zum Beispiel für Ihren nächsten Großeinkauf oder Kindertransport und „erfahren“ Sie, wie einfach Individualverkehr ohne Auto möglich ist.

Gebucht werden kann GABRIEL hier online.

Die Ausgabe und Wiederannahme des Rads erfolgt in der Tourist Information (Altstadt 315).

              "Lastenrad Gabriel"

Dieses Angebot ist in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement entstanden und wird von den Landshuter Kreisverbänden des VCD und ADFC unterstützt.

Fahrradboxen

An vielen Standorten im Stadtgebiet können Fahrräder an Fahrradbügel abgestellt werden. Gerade an Standorten wie dem Bahnhof ist die Auslastung der nahezu 1000 Abstellmöglichkeiten aber sehr groß.
Für viele Radfahrer ist die Garantie eines Abstellplatzes, der konstant vorhanden ist und dazu auch noch sicher ist, sehr wichtig. Vor allem vor dem Hintergrund teurer werdender Räder (wie E-Bikes oder Pedelecs) spielt die Sicherheit eine große Rolle.
Um das Angebot der Fahrradständer zu ergänzen, hat die Stadt zusammen mit der Regierung von Niederbayern 14 Fahrradboxen an die Nordseite des Hauptbahnhofs platziert, die wie eine Art Minigarage Fahrräder sowie Teile der Ausrüstung diebstahl-, vandalismus- und wettergeschützt unterbringen können. Die Fahrradboxen können jährlich oder halbjährlich für

  • 70 Euro pro Jahr
  • 40 Euro pro Halbjahr

angemietet werden. Zusätzlich wird eine einmalige Kaution in Höhe von 50 Euro erhoben. Auch auf der Südseite des Hauptbahnhofes gibt es inzwischen 14 Fahrradboxen. Anfragen können Sie an das Tiefbauamt der Stadt Landshut richten.

Ihre eigene Fahrradbox können Sie sofort nach Unterzeichnung des Mietvertrags nutzen.

Die Boxen sind für alle herkömmlichen Räder mit einer Lenkerhöhe bis ca. 115 cm und einer Lenkerbreite bis ca. 75 cm geeignet.

Die Minigaragen für Fahrräder sind Teil der ersten multimodalen Mobilitätsstation in Landshut. Mobilitätsstationen vereinen verschiedene Verkehrsangebote an einem Knotenpunkt und ermöglichen es Bürgern, einfach und schnell zwischen Bahn, Bus, Fahrrad oder Auto zu wechseln.

HINWEIS: Derzeit sind alle Fahrradboxen vermietet. Bei Interesse lassen Sie sich auf die Warteliste setzen.

Fahrradklimatest

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist der 
Zufriedenheits-Index der Radfahrenden in Deutschland und die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Per Fragebogen können Teilnehmende beurteilen, ob beispielsweise Radwege im Winter geräumt werden oder ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Ergebnisse geben Verkehrsplanern und politisch Verantwortlichen lebensnahe Rückmeldungen zum Erfolg ihrer Radverkehrsförderung und nützliche Hinweise für Verbesserungen.

 

RADar! Meldeplattform - Scherbentelefon

Die Stadt Landshut möchte gemeinsam mit den Bürgern die Radinfrastruktur nach vorne bringen. Jeder Bürger hat mit der Meldeplattform RADar! des Klima-Bündnis die optimale Möglichkeit dazu.

RADar! für alle

Die Oberfläche eines Radwegs ist aufgebrochen? Die Verkehrsführung zu riskant? Eine Beschilderung des Radwegs fehlt oder ist unklar?
RADar! ermöglicht es den BürgerInnen schnell und einfach mit der Verwaltung der Stadt Landshut in Kontakt zu treten.

So funktioniert es:

Registrieren Sie sich einmalig für RADar!. Im Login-Bereich können Sie über ein Adressfeld den Ort Ihrer Meldung bestimmen oder per Mausklick einen Pin auf die Straßenkarte setzen. Um uns bestmögliche Informationen zur Verfügung zu stellen, können Sie neben dem genauen Meldungsgrund wahlweise ein Foto und einen Kommentar hinzufügen.
Jetzt nur noch auf "Meldung absenden" klicken und schon wird die Verwaltung informiert.

Scherbentelefon

Sollten Sie auf den Radwegen Scherben oder ähnliche Gegenstände finden, die Sie oder andere Fahrrradfahrer gefährden, können Sie zu den Bürozeiten die Bauamtlichen Betriebe der Stadt (0871 - 88 13 41) oder die Tiefbauverwaltung des Landkreises Landshut (0871 - 40 85 851) anrufen.

Fahrrad-Dauerzählstellen

Wussten Sie, dass es in Landshut zwei Fahrrad-Dauerzählstellen gibt?

Um die Radverkehrszahlen kontinuierlich beobachten zu können, wurden im Sommer 2014 am Maxwehr und im Sommer 2017 in der Dr.-Herterich-Allee eine Radzählschleife installiert. Im Boden eingebaute Sensoren zählen die querenden Radfahrer und geben die gesammelten Daten stündlich weiter.

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