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Stadt landshut
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Sturzflutrisikomanagement

Neben den von Fließgewässern ausgehenden Hochwasserereignissen ist die Stadt Landshut in nicht unerheblichem Maße auch Risiken durch Niederschlagswasser im Zuge von lokal begrenzten Starkregenereignissen ausgesetzt. Insbesondere die steil abfallenden Hanglagen des südöstlichen Stadtgebietes sowie deren Taleinschnitte sind davon betroffen. Zuletzt wurde diese Problematik im Zuge mehrerer Extrem-Regenereignisses im Juni 2021 in der Weise deutlich, dass wild abfließende Sturzfluten vielfach zu massiven Überschwemmungen und Betroffenheiten geführt haben.

Im Rahmen einer Konzeptstudie zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement wurden deshalb im  ganzen Stadtgebiet die möglichen Auswirkungen anhand eines Modells ermittelt.

"Übersichtsplan Starkregengefahrenkarte"
Übersichtsplan Starkregengefahrenkarte

Das Ergebnis für ein statistisch alle 100 Jahre wiederkehrendes Starkregenereignis können Sie den anliegenden Plänen entnehmen:

H130   H131   H132   H133   H134   H135   H136   H137   H138

Bereits auf der Grundlage früherer Beobachtungen wurden Überlegungen angestellt und konzeptionelle Maßnahmen entwickelt, wobei die jüngsten Ereignisse eine neue Dynamik entfacht haben. So wird aktuell begonnen, auf der Grundlage der bereits vorhandenen Konzeptstudie zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement (Stand 23. Juli 2021) und ergänzender Untersuchungen zum Sturzflutereignis vom 29. Juni 2021 eine konkrete Maßnahmenstrategie zu entwickeln.

Dabei werden unter maßgeblicher Beteiligung der Fachbereiche Bau und Umwelt der Stadt Landshut die Themenblöcke Wasserrückhaltung in unbebauten und bebauten Gebieten, Wasserabflussmanagement, Bürger- und Betroffeneninformation sowie der Katastrophenschutz betrachtet. Eine große Bedeutung wird dem Einbezug und der Information beziehungsweise Sensibilisierung derer beigemessen, deren Mitwirkung für eine effektive Maßnahmenstrategie unabdingbar ist, denn die Starkregenvorsorge ist als Gemeinschaftsaufgabe zu sehen.

Darüber hinaus werden fortlaufend und ortsbezogen Maßnahmen geprüft, wie zum Beispiel mögliche bauliche Anpassungen zur Optimierung des Abflussgeschehens, eine Mittelbereitstellung für die Umsetzung solcher Maßnahmen in 2022 ff. wird angestrebt. Der aktuelle Sachstand wurde in einem gemeinsamen Bau- und Umweltsenat am 11.03.2022 behandelt. Detaillierte Informationen sind der dazugehörigen Vormerkung zu entnehmen.

Hierbei ist insbesondere sicher zu stellen, dass Schutzmaßnahmen an einer Stelle nicht zum Nachteil an anderer Stelle führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass auch bei einer effektiven Maßnahmenstrategie bei Extrem-Regenereignissen nicht an allen Stellen ein vollumfänglicher  Überflutungsschutz gewährleistet werden kann.

Auch bei angedachten Schutzvorkehrungen in privaten Bereichen ist zwingend zu beachten, dass diese keine zusätzlichen Betroffenheiten in benachbarten/umliegenden Bereichen zur Folge haben dürfen. Ein verantwortungsvolles Handeln bei der Ergreifung von Schutzmaßnahmen ist zwingend erforderlich, das Tiefbauamt der Stadt Landshut steht hierbei beratend zur Seite. Zuschriften oder Anfragen diesbezüglich bitten wir über sturzflutinfo@landshut.de einzureichen.

Zusätzliche Informationen zu diesem Thema können über die Homepage des Landesamtes für Umwelt „Starkregen und Sturzfluten“ sowie aus der Bürgerbroschüre „Leitfaden Starkregen“ entnommen werden.

Im weiteren Verlauf der Maßnahmenentwicklung und -umsetzung werden an dieser Stelle aktuelle Informationen platziert.

Feuerwehr fährt über überflutete Straße nach dem Starkregenereignis Foto: Feuerwehr Landshut

Foto: Freiwillige Feuerwehr Landshut

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